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Wir dürfen nur zusehen.

Mates Of State

Kori Gardner und Jason Hammel sind Mates of State, ein Ehepaar, mittlerweile mit Kind, Hausbesitzer in Connecticut und augenscheinlich sehr attraktiv. Sie veröffentlichen mit “Bring It Back” nun schon ihr viertes Album seit 2002, sind seitdem fast ununterbrochen auf Tour und haben ihren bürgerlichen
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Kori Gardner und Jason Hammel sind Mates of State, ein Ehepaar, mittlerweile mit Kind, Hausbesitzer in Connecticut und augenscheinlich sehr attraktiv. Sie veröffentlichen mit “Bring It Back” nun schon ihr viertes Album seit 2002, sind seitdem fast ununterbrochen auf Tour und haben ihren bürgerlichen Berufen (Lehrerin und Krebsforscher) den Rücken gekehrt. Kurzum: Das klingt nach dem perfekten Indie-Pärchen, das seine Liebe und Beziehung auf die Bühne trägt und sich dort nicht in Richtung Publikum aufbaut, sondern zueinander. Die beiden wollen diesen Blickkontakt, und der Zuschauer wird zum Beobachter einer perfekten technischen und musikalischen Symbiose. Dass die Band dabei fast vollständig auf den Einsatz von Gitarren und Bass verzichtet und die Stücke allein aus dem Zusammenspiel von Orgel (Gardner) und Schlagzeug (Hammel) entwickelt, ist ein interessanter Nebenaspekt; was wirklich verwirrt und den Eindruck einer niedlichen Pärchenband verwischt, ist jedoch die Musik selbst. Kori Gardner sagt deutlich: “Wir wollten nie wie irgendwer anders klingen und fühlen uns beleidigt, wenn Leute Vergleiche ziehen. Es ist viel befriedigender, eine Band zu sein, die sich nicht einordnen lässt.” Natürlich ein häufig gehörter Anspruch, aber die Musik wird dieser Vorgabe (ausnahmsweise mal) gerecht. Sie ist ein manchmal hektisches, höchst stimmiges Gemisch aus unzähligen Melodien und Einfällen, Rhythmus- und Tempowechseln. Jeder Song besteht letztendlich nur aus mitreißenden Refrains – dass damit die Vorgaben klassischen Songwritings unterlaufen werden, wird perfekt versteckt und fällt erst beim zweiten Hören auf.