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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Masks

Double Dagger

In weniger als 30 Minuten von Dischord bis Sonic Youth - und ganz ohne Gitarre! Dafür mit ordentlich Fuzz und Power.
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In weniger als 30 Minuten von Dischord bis Sonic Youth - und ganz ohne Gitarre! Dafür mit ordentlich Fuzz und Power.

Ein paar Freunde, ebenso viele Akkorde und eine Faust voller Melodien, mehr bedarf es nicht zur Punkrock-Abfahrt. Das Powertrio Double Dagger aus Baltimore, USA treibt die Reduktion noch weiter und verzichtet gar auf die ansonsten obligate Gitarre. Doch ein verzerrter, mal bollernder, mal zirpender Bass und ein hektisch stocherndes Schlagzeug genügen hier völlig zum Errichten von Radau-Szenarien, vor denen sich Sänger Nolen Strals eindrucksvoll als Dringlichkeitsmajestät zu inszenieren vermag.

Keine halbe Stunde dauert die aktuelle EP der veröffentlichungsfreudigen Band, aber das hochverdichtete Niveau an Inspiration und Energie tritt so manch opulenter agierenden Mitbewerber in den Staub. Changierend zwischen wavigem Post-Core, schartigen Grooves, wie sie Big Black nicht druckvoller hinbekämen, und zornigen Dischord-Reminiszenzen, konzentrieren sich Double Dagger ganz auf die Essenz ihrer Musik, ohne dabei je sparsam oder gar minimalistisch zu wirken - und ähneln in ihrer verschmitzt kaputten Virtuosität den ganz frühen Sonic Youth.

In drei Worten: Dosieren / Erben / Smart-Core