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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Elytral«

Mary Epworth

Nix mehr mit gefällig: Das zweite Album der Britin ist psychedelisch und nervig, aber im positiven Sinne.
Geschrieben am
Mutig, mutig. Mary Epworth hatte mit ihrem Debütalbum »Dream Life« eingefahren, was man mit einem Debütalbum eben so einfahren will: Sie wurde von Kritikern gefeiert, im Radio gespielt und tourte durch die Botanik. Jetzt setzt sie das aufs Spiel und wirbelt alles durcheinander und auf. Denn »Elytral« ist nicht nur ein bisschen elektronischer oder ein bisschen experimenteller, wie man das beim zweiten Alben ja gern mal versucht. Nein, es ist richtig forsch und schrill, es kratzt und es stört. Songs wie »Last Night« oder »Gone Rogue« beginnen sphärisch und einladend, nur um dann vor den Kopf zu stoßen und schrillend zu lärmen.

Aber es ist geil. Wenig Easy Listening, wenig Nebenbei-Gedudel – man muss bei diesem Experimentierspaß mit Effekten und Instrumenten einfach hinhören (Ist das etwa ein Dudelsack in »Watching The Sun«? Was haben sie mit ihrer Stimme gemacht in »Burned It Down«?). Doch »Elytral« ist kein gänzlicher Bruch mit vorangegangenen Werken. Gediegen geht es bisweilen noch immer zu, so zum Beispiel bei »One Big Wave« und »Lost Everything« oder der Single »Me Swimming«, die vergleichsweise eingängig daherkommt. Beim dritten Album erwarte einen dann Postpunk-Metalcore, munkelt man.

Mary Epworth

Elytral

Release: 01.09.2017

℗ 2017 Sunday Best Recordings