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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Managementagentur für Videosternchen gestartet

Youtube kills the radio star?

Katzen, die aus der Kloschüssel trinken oder beleibte Stubenhocker beim Karaoke zu rumänischen Gassenhauern. Das Videoportal Youtube hat seit seinem Start vor sieben Jahren so einige Karrieren von unterschiedlicher Lebensdauer in Gang gebracht. Mit WitchKraft hat sich nun hierzulande eine Managementfirma gegründet, die sich ausschließlich auf die Vermarktung jener Video-Sternchen konzentriert. Wir haben einige mögliche Kandidaten zusammengestellt.
Geschrieben am

Ein Künstler der auf den ersten Blick gut ins Konzept passen würde, ist Cro. Der Mann mit der Pandamaske startete in den letzten Monaten aus dem Nichts in die Herzen der hiesigen jungen Popwelt, was nicht zuletzt an seiner Präsenz bei Youtube liegt. Das Video zum Überraschungshit »Easy« wollten bislang bereits beinahe 20 Millionen Menschen sehen. Weitere potentielle Klienten finden sich im Folgenden.

Tay Zonday - »Chocolate Rain«
80.019.709 Views



Einer der erfolgreichsten Vertreter aus der Früphase der Videoplattform ist Tay Zonday, dessen Song »Chocolate Rain« mittlerweile über 80 Millionen Views gesammelt hat. Rund fünf Jahre nach der Veröffentlichung des Videos wartet der Sänger und Schauspieler aus L.A. allerdings musikalisch weiterhin auf den nächsten Schritt nach vorne. Nachfolgesongs wie die etwas holprige Kapitalismuskritik »Mama Economy« konnten die Millionengrenze nicht mehr knacken. Immerhin darf sich Zonday jedoch weiterhin über 40.000 Follower bei Twitter freuen.

Andy McKee - »Drifting«
44.143.589 Views



Gegen Zondays Zahlen erscheinen die rund 40 Millionen Zuschauer für Gitarrenvirtuose Andy McKee beinahe bescheiden. Nichtsdestotrotz lenkten sie die Aufmerksamkeit des amerikanischen Pop-Songwriters Josh Groban auf den jungen Fingerakkrobaten aus Kansas, was in der gemeinsamen Aufnahme eines später Grammy dekorierten Songs münden sollte. In diesem Jahr folgte ein weiterer Ritterschlag für McKee: Prince lud den Gitarristen ins Vorprogramm seiner Australien-Tour ein und ließ sich zudem vom fingerfertigen McKee bei »Purple Rain« begleiten.

Walk Off The Earth - »Somebody That I Used To Know«
118.509.546 Views



Flinke Finger und die dadurch hervorgerufene visuelle Übersetzung von Musik sind auch bei Walk Off The Earth der Schlüssel zum Erfolg. Die Musik- und Kleinkunstgruppe aus Kanada brach Anfang dieses Jahres alle Rekorde. Innerhalb von knapp sechs Monaten erreichte ihre fünfköpfige und vielfingrige Interpretation des Gotye-Hits »Somebody That I Used To Know« die kaum zu glaubende Summe von über 118 Millionen Klicks. Den Schritt in die reale Welt gelang an diesen Werten gemessen dennoch eher schleppend. Die Single zur Coverversion erreichte in Kanada Platinstatus, im Rest der Welt blieb die Vitalität eher virtuell.

Parry Gripp - »Nom Nom Nom Nom Nom Nom Nom«
18.601.007  Views



Eine ganz eigene Klasse des Youtube-Musikers besetzt Parry Gripp. Der ehemalige Frontmann der amerikanischen Fun Punk-Combo Nerf Herder veröffentlicht in seinem Kanal »Perry Gripp Radio« seit rund drei Jahren wöchentlich einen neuen, oft nur minutenlangen Song. Die Inspirationen hierzu stammen nicht selten ebenfalls aus dem Videoportal selbst, so dass Gripp zu einer Art systemimmaneter Kommentator der digitalen Postmoderne wird. Sein bisher größter Erfolg »Nom Nom Nom Nom Nom Nom Nom« rangiert gegenwärtig bei rund 18,5 Millionen Views. Ein Interview mit Parry Gripp findet ihr hier.