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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Memphis

Magic Kids

Oft kurz vor der Überzuckerung, aber trotzdem ein schönes 60s-Surf-Debüt.
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Oft kurz vor der Überzuckerung, aber trotzdem ein schönes 60s-Surf-Debüt.

Was für ein schönes Debütalbum: süßester Indiepop im 60s-Surf-Sound-Gewand in der Tradition der Beach Boys. Das Album der jungen Band aus Memphis ist voller Details und herrlich instrumentiert mit Bläsern, Streichern, Synthesizern, mehrstimmigen Gesangslinien. Das Ganze klingt so dermaßen unbeschwert bis hin zu schwerelos, dass es manchmal abhebt und fast ins Egale abdriftet.

Denn trotz komplexer Arrangements und einiger Brüche in den Songstrukturen wirkt alles phasenweise zu glatt. Und nach mehrmaligem Hören setzt auch noch die Überzuckerung ein. Schade auch, dass es erst jetzt veröffentlicht wird. Denn „Memphis“, das natürlich nicht nur auf die Heimatstadt der Band, sondern auch auf die musikalische Tradition der Stadt Bezug nimmt, hätte der ideale Soundtrack für den Sommer werden können – so wirkt es im Hier und Jetzt auch saisonal deplatziert. Aber der Sommer kommt ja immer wieder. Und sowieso ist das Meckern auf hohem Niveau. Von dieser Band kann man in Zukunft noch einiges erwarten.

In drei Worten: Jugend / Nostalgie / Beach-Boys-60s-Pop