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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

The Nightly Disease

Madrugada

Madrugada kommen aus Norwegen. In Norwegen fehlt es an Wüste. Also machen Madrugada Musik für die fehlende Wüste in Norwegen. Eine nicht gerade exakt logische, aber durchaus berechtigte Schlussfolgerung, denn der mit dem ‘99er-Debüt „Industrial Silence“ gelungen eingeschlagene Pfad irgendwo zwischen
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Autor: intro.de

Madrugada kommen aus Norwegen. In Norwegen fehlt es an Wüste. Also machen Madrugada Musik für die fehlende Wüste in Norwegen. Eine nicht gerade exakt logische, aber durchaus berechtigte Schlussfolgerung, denn der mit dem ‘99er-Debüt „Industrial Silence“ gelungen eingeschlagene Pfad irgendwo zwischen Tito & Tarantula und Calexico windet sich weiter durch die Dünen. Haben die vier Rocknordlichter ihren Einstand noch eigenhändig um die Ecke in Oslo produziert, wurden für den Nachfolger bereits die Waterfront Studios in Hoboken, New Jersey gebucht, und für das Mastering konnte kein Geringerer als Greg Calbi verpflichtet werden; seine Feinschliffkünste brachten ja auch den aktuellen Alben von Yo La Tengo, Mercury Rev und - ganz frisch - Stephen Malkmus das zarte Funkeln. Der Aufwand hat sich gelohnt. Die neuen Songs erzeugen mit bemerkenswerten Melodien und ausgedehnter Instrumentierung einen wahren Sandsturm, in dessen Mittelpunkt Sivert Høyems außergewöhnlicher Gesang adäquat zur Geltung kommt. Apropos, dem ständigen Vergleich mit dem Timbre Nick Caves sollte fürs erste ein Ende gesetzt werden - das aber nur auf Widerruf, schließlich ist Høyem erst Mitte Zwanzig ...