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So war’s mit Sick Of It All, Soulfly, Hatebreed und den anderen

Mach 1 Festival 2010

Auf dem Mach1 Festival konnten sich am Wochenende rund 5.000 Besucher an diversen Bands der härteren Gangart erfreuen.
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Auf dem Mach1 Festival konnten sich am Wochenende rund 5.000 Besucher an diversen Bands der härteren Gangart erfreuen. Das Programm ging von Old School Hardcore Bands wie Sick Of It All bis zu New School Größen wie Hatebreed. Dem lokalen Nachwuchs wurde dazu ebenfalls eine Chance gegeben. Den nahezu einzig ruhigeren Auftritt zeigte die Ska-Punk Band Awaiting Crunch, die den zweiten Festivaltag mit einem Akustikset eröffneten.

Petrus muss sich vom Claim des Mach1 Festivals "Soll der Sommer doch kommen" wohl provoziert gefühlt haben, weshalb zumindest witterungstechnisch beste Voraussetzungen im Westerwald vorherrschten.

Dass es bei solchem Wetter auch auf der Bühne Spaß macht, war spätestens der NYHC-Legende Sick Of It All zu sehen. Nicht nur, dass die Gebrüder Koller mit über 40 Jahren selbst wie die Flummis auf der Bühne herumsprangen, auch das Publikum ließ sich bereitwillig animieren. Mitgegröle, Circle Pit um den FOH und die obligatorische Wall of Death bei "Scratch The Surface" – da wurde so manchem warm ums Herz. "Beautiful", befand auch Lou Koller mehr als einmal.
Überhaupt waren auf dem Mach1 Festival eine Menge alter Helden zu bestaunen. WIZO, Agnostic Front, Down By Law oder Soulfly zeigten allesamt, dass sie immer noch bissfest spielen. Dass eine Band wie Hatebreed live über jeden Zweifel erhaben ist, muss sicher nicht erwähnt werden. Aber auch die weniger bekannten Six Reasons To Kill oder die Death-Metaller Nearea bewiesen, dass sie beileibe nicht hintenan stehen, was die Qualität des Auftritts angeht. Beide Bands präsentierten Sets, die von Anfang bis Ende überzeugen konnten. Voller Spielfreude und vor allem mit einem Druck und einem Tempo, der so manchem den Mund offen stehen ließ.

Was freitags bereits als Gerücht über den Flughafen Montabaur kursierte, wurde samstags zur Gewissheit: Etwas missmutig wurde allenthalben die Absage der für ihre energiegeladenen Auftritte bekannten Schweden Raised Fist aufgenommen, deren Drummer kurzfristig erkrankt war. Vor allem da einige der Besucher wegen genau dieser Harcore-Institution weite Anreisen in Kauf genommen hatten. Da in so kurzer Zeit kein gleichwertiger Ersatz beschafft werden konnte, zog das natürlich Änderungen im Line-up nach sich. Eingesprungen waren letztlich dann die bislang nur lokal bekannte Band Tribe, die aber durchaus Eindruck hinterließ. Obwohl kurz vor knapp vom Gig erfahren waren die Hachenburger in keinster Weise nervös und boten durchaus durchdachten Metalcore, der sich auch vor anderen anwesenden Bands nicht verstecken musste.

Auch wenn es nicht ganz so gut besucht war wie noch im letzten Jahr, merkte man dem Mach1 Festival doch eine sehr gute Entwicklung an. Auch die Bands wussten die gemütliche Atmosphäre, des kleinen, feinen Festivals zu schätzen. Immer wieder sah man übelst tätowierte Musiker über das Gelände schlendern und nahezu alle hatten dabei ein Grinsen im Gesicht. Sie sprachen mit dem Publikum, gaben Autogramme, schmissen sich für Fotos in Pose. Wenn das so weitergeht kommt der Sommer sicher noch oft nach Montabaur.