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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Once In A Long, Long While…«

Low Roar

Für Ryan Karazija ist 2017 ein Topjahr. Seine Band Low Roar bekommt endlich die verdiente Aufmerksamkeit und mit ihrem dritten Album findet er sein Glück im Ambient-Pop.
Geschrieben am
Low Roar waren bis jetzt eine Herzensangelegenheit für Bescheidwisser. Doch nun hat Videospiel-Ikone Hideo Kojima zwei Songs aus ihrer zweiten LP »0« für sein Game »Death Stranding« verwendet, und das Netz explodiert vor Zuneigung. Schön für Ryan Karazija, der gerade an seinem dritten und persönlichsten Werk arbeitete - es ist faktisch auch sein zugänglichstes geworden. In Low Roars elegischem Ambient-Postrock war immer schon Platz für eine Prise Pop, auf »Once In A Long, Long While…« gibt es nun spürbar weniger Haken und Ösen, durch die sich die flächig aufgeschichteten Soundscapes schlängeln. Die Single »Bones«, auf der Karazija zusammen mit Jófríður Ákadóttir von Pascal Pinon singt und flüstert, ist ein so dramatisch schönes wie zärtliches Duett. Doch insgesamt betört dieses Album weniger als dass es plätschert. Während die beiden Vorgänger noch als poppigere Versionen von Sigur Rós durchgingen, sind Low Roar sich nun nicht mehr sicher, ob sie schön spielen oder berühmt werden wollen. Dadurch steigt die Band aus der eigenen Liga leider in eine Wohlfühl-Mittelklasse ab.

Low Roar

Once in a Long, Long While...

Release: 14.04.2017

℗ 2017 Nevado Records