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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Mosaic

Love Of Diagrams

Love Of Diagrams verbindet nicht nur die Liebe zu Diagrammen, sondern ganz offensichtlich auch die zu englischem Punk und New Yorker No Wave. Auf dem australischen Label Unstable Ape Records hat die Band bereits einige EPs und im Jahr 2003 ihr vorwiegend instrumentales Debütalbum “The Target Is You”
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Love Of Diagrams verbindet nicht nur die Liebe zu Diagrammen, sondern ganz offensichtlich auch die zu englischem Punk und New Yorker No Wave. Auf dem australischen Label Unstable Ape Records hat die Band bereits einige EPs und im Jahr 2003 ihr vorwiegend instrumentales Debütalbum “The Target Is You” herausgebracht. Nach viel Zeit auf Tour in Europa, Japan und den USA, unter anderem im Vorprogramm von Death Cab For Cutie, Electrelane und Pretty Girls Make Graves, erscheint nun auf Matador das zweite Album des Trios aus Melbourne. “Mosaic” ist euphorisch, schön lärmig und gelegentlich düster. Die Songs haben eingängige, scheppernde Bassläufe, fein hinzugebastelte und gut verzerrte Gitarrenmelodien sowie ein anstachelndes Schlagzeug. Klar, da fallen einem beim Hören gleich die Pixies ein. Bass und Gitarre übertönen mitunter sogar ein bisschen den Gesang. Apropos Gesang: Wen eine Schwäche für Duette auszeichnet, der bekommt bei Love Of Diagrams einiges geboten. In ihren Wechselgesängen schleudern sich Antonia Sellbach und Luke Horton die repetitiven Textzeilen mitunter so entgegen, als würden sie sich schreiend unterhalten. Das klingt dann manchmal wie eine extrem genervte Version der B-52’s, und man kommt nicht umhin, gleich selbst mit einzustimmen. Doch bei aller Aufgedrehtheit und Geschwindigkeit muss zwischendrin auch mal ein wenig Erschöpfung erlaubt sein. “We’re all messed up and sitting in the middle with all the things we’ve said and done.” Da sitzt man dann eine Weile, der Stimmung wird ein ordentliches Stück Aufgeregtheit abgezwackt, und der Gesang wird ganz mürrisch. Nur nach vorne gehen ist ja auf Dauer auch zu anstrengend. Obwohl? Mit den tollen Songs von Love Of Diagrams eher mitreißend und angenehm anstrengend.