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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Nichts ist neu«

Love A

Love A sind auch auf dem vierten Album immer noch keine willigen Dienstleister im (Post-)Punk-Business. Desillusion, halt’s Maul!
Geschrieben am
»Aber es ändert sich so gar nichts, es hat alles keinen Sinn.« Nichts ist neu. Eben. Solange der letzte Wutbürger noch nicht an seinen Vorurteilen erstickt ist, so lange hat die Combo aus Trier noch eine Rechnung offen. Die Feindbilder bleiben klar umrissen, die Dummheit ist längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Love A sind schon lange mehr Post- als Parolen-Punk, Frontmann Jörkk Mechenbier krächzt weiter als Peter Heins Reinkarnation über flächigen Wipers-Gitarren. Das Album setzt den auf »Jagd und Hund« eingeschlagenen Weg einfach konsequent fort, wobei düstere Wave-Melancholie wie in »Nachbarn II« oder »Unkraut« noch präsenter ist. Trotzdem: Es brodelt weiter unter der Oberfläche. Die drohende Pop-Werdung ist dann auch bis auf Weiteres verschoben, findet sich am ehesten in »Verlieren«, das einfach gut ins Ohr geht: »Am Ende des Tages sind wir alle gefickt, denn was wir wollen, kriegen wir nicht. Wir stolpern einfach weiter wie bisher.« Aufgeben geht anders.

Love A

Nichts ist neu

Release: 12.05.2017

℗ 2017 Rookie Records