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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Vide Noir«

Lord Huron

Das dritte Album der Indie-Rockband um Ben Schneider lädt zur kosmischen Suche nach einem smaragdgrünen Stern ein.

Geschrieben am

Die Harmonien stimmen, der unaufdringlich ausgeklügelte Rhythmus auch. »Vide Noir« heißt so viel wie »schwarzes Nichts« und ist ein Konzeptalbum, das im Vorfeld schon mit einer Mischung aus trippigen Space-Videosequenzen und 1980er-Nostalgie beworben wurde. Das ist nicht das erste Mal, dass sich bei Lord Huron aus Los Angeles fürs Drumherum so viel Mühe gegeben wird. Um Ben Schneider herum spielen Mark Barry, Miguel Briseño und Tom Renaud. Der Titelsong ist stellvertretend für das ganze Album: In »Vide Noir« schweben Mysterium und leicht exotisierter Sound in einem stilvollen, rhythmisch versetzten Ganzen.

Auch wenn sich manche der Songs ziemlich ähneln, sind Sound und die etwas affektierte Dunkelheit viel zu einladend, um sich davon stören zu lassen. Zu gespenstischen Themen wie Visionen in Kristallkugeln (»Ancient Names Part I«) ließ sich Sänger und Gitarrist Schneider von nächtlichen Autofahrten durch Los Angeles inspirieren, von der Mischung aus urbanen Lichtstraßen und den ringsum dunklen Gegenden. Das Mysterium löst sich im weniger düsteren Schlussstück »Emerald Star« auf, das textlich und klanglich irgendwo zwischen Hoffnung und Resignation versiegt.

Lord Huron

Vide Noir

Release: 20.04.2018

℗ 2018 Whispering Pines Studios Inc., under exclusive license to Republic Records, a division of UMG Recordings, Inc.