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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Truth Is A Beautiful Thing«

London Grammar

London Grammar können die hohen Erwartungen an ihr zweites Album zwar befriedigen, es fehlt »Truth Is A Beautiful Thing« aber an großen Hits.
Geschrieben am
Emotionalität reklamiert fast jeder Musiker auf irgendeine Art für seinen Output. London Grammar lieferten jedoch 2013 mit ihrem Debüt »If You Wait«, von dem sie zwei Millionen verkauften, die wohl emotionalste Pop-Platte des Jahres ab. Sanfte Seelen, übersättigte Musikkritiker und auch vermeintlich balladenresistente Rock’n’Roll-Verfechter konnten sich der Verschmelzung von Hannah Reids gehauchtem, gejaultem Gesang und den zärtlichen Gitarren- und Synthesizerflächen nur schwer entziehen. Daran knüpft das neue Album glücklicherweise souverän an, ohne sich in irgendwelche Experimente zu verrennen. Im Zentrum bleibt Reids voluminöse, eigenständige und dabei unaufdringliche Stimme; entspannt-tanzbare Electro-Pop-Fundamente und eine perlende E-Gitarre, die hier und da eine Melodielinie einstreut, sorgen erneut für Gänsehaut. Diese Elemente bilden eine Schnittmenge von Beat-Pop, Afterhour-Kitsch und melancholischer Klaviermusik. Die Hooklines und Melodien auf »Truth ...« setzen sich aber erst nach und nach im Ohr fest. Große Instant-Hits wie »Wasting My Young Years« oder »Hey Now« besitzt das Album zwar nicht, die Songs versprühen aber das gleiche emotional-fragile Grundgefühl, das schon das Debüt zu einem Klassiker machte.

London Grammar

Truth Is a Beautiful Thing (Deluxe)

Release: 09.06.2017

℗ 2017 Ministry Of Sound Recordings Ltd, under exclusive licence to Universal International Music B.V.