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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Black River Promise«

Lomond Campbell

Es ist ein albernes Klischee, dass Musik stets von ihrem Entstehungsort geprägt werden muss. Auf Lomond Campbells Kammer-Folk trifft es dennoch zu.
Geschrieben am
Man muss nur irgendwann mal einen Whiskey-Werbespot gesehen haben, um das Bild der schottischen Highlands als so raues wie majestätisches Naturparadies verinnerlicht zu haben. Dass Lomond Campbells Debütalbum dort, in einem abgelegenen Schulgebäude zu Füßen des Ben Nevis, geschrieben und aufgenommen wurde, verwundert da kaum: Schon das »Black River Promise« eröffnende Instrumental »Fallen Stag« trägt nicht nur die Natur im Titel, sondern evoziert allein durch Gitarre, Geige und Cello weite Wiesen und reißende Flüsse.

Diese rustikale Schönheit holt Campbell im weiteren Verlauf von »Black River Promise« ins stille Zimmerlein der Kammermusik, lässt seinem zehnköpfigen Streicher-Ensemble genug Raum, Atmosphäre aufzubauen und rückt nur an wenigen Stellen wie in »The Lenghts«, einer vorsichtigen Annäherung an klassischen Folk-Pop, Rhythmen, Gesang und Gitarrenmelodien etwas mehr in den Fokus. Wer eine umfassendere Begegnung mit dem Geist Schottlands wünscht, muss sich wahrscheinlich auf einer zerfallenen Burg vollregnen lassen. 

Lomond Campbell

Black River Promise

Release: 03.11.2017

℗ 2017 Heavenly Recordings under exclusive license to [PIAS]