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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Oscillation«

Locust Fudge

Gemeinsam mit Gästen wie J Mascis oszillieren die beiden Indie-Pioniere um die Wette und drehen die Uhr zurück auf fünf Minuten vor 1994.

Geschrieben am

Die 1990er-Comeback-Offensive hat sie alle – sofern sie noch atmen und sich zum Geburtstag SMS schicken – vereint. Alles Routine. Doch bei den ersten Anzeichen auf ein neues Locust-Fudge-Album ist hier trotzdem eine kleine Freudenträne das müde Auge heruntergekullert. Unvergessen bleibt die Geschichte, wie Ostwestfalen eine kleine Fußnote in der Indie-Landschaft der 1990er setzen konnte und Klüngelkreise wie Sharon Stoned oder Locust Fudge selbst bei den Evan Dandos dieser Welt auf dem Zettel standen. Und das Wunderbare an »Oscillation« ist die Ungezwungenheit, mit der Krite und Schneider wieder miteinander spielen und Schmuddel-Gitarren mit glasklaren Melodien auf einen Nenner bringen.

Gemeinsam mit dem Schlagzeuger Chikara Aoshima und Gästen wie Chris Brokaw (Codeine) legen sie diesmal mit einem elf Minuten langen Opener inklusive J-Mascis-Gitarre los, der trotz der Überlänge mehr Spaß denn Statement ist. Und auch sonst passiert im erhofften Rahmen viel Unerwartetes. Der Titeltrack erfindet sich immer wieder neu, und in »Something’s Wrong« glückt Locust Fudge noch einmal der perfekte Indie-Song mit leichten Anleihen an Neil Youngs »Mirrorball« und überraschenden Bläser-Parts. Und wenn wir schon bei Bläsern sind: Welch einen Wahnsinn »No Defense« da ablässt, passt wie einige andere Höhepunkte dieser Platte in keine Plattenbesprechung.

Locust Fudge

Oscillation

Release: 30.03.2018

℗ 2018 play loud!