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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Warriors«

Lisa Mitchell

Viel Zucker plus Säuselstimme – das kann schon mal danebengehen. Diese australische Folk-Pop-Kreation ist aber durchaus genießbar.
Geschrieben am
Lisa Mitchells manchmal aufgesetzt wirkendes Hauchen war schon 2009 bei »Neopolitan Dreams« ihr markantestes Zeichen. Auf »Warriors« zeigt sich ihr Radio-Folk-Pop durchaus luftiger, elektronischer und weniger akustisch als auf vorherigen Veröffentlichungen, was größtenteils auf das Konto von Produzent Eric J Dubowsky geht. Es ist schwierig, ihr die stimmliche Eigenheit übel zu nehmen, wenn Songs wie »The Boys« unglaublich gut ins Ohr gehen. Die Single hat in Australien vergangenes Jahr einen mittelschweren Lip-Sync-Hype ausgelöst. Ebenso unbekümmert klingt »I Remember Love«. Der Titelsong »Warriors« hingegen ist weniger geschmeidig – verschachtelte, aber sparsame Beats ergeben hier ein ungewöhnliches Klangbett, darüber sinniert Mitchell mit flackerndem Gesang über die Jugend auf dem Land. »Warhol« birgt den kraftvollsten Teil des Albums, abgerundet vom märchenhaften »Unraveling«. »What Is Love« erinnert als einziges Stück an die frühere Mitchell mit zurückhaltend akustischer Gitarre. So passt alles auf eine charmante Art zusammen, obwohl weniger Süße der Platte gutgetan hätte.

Lisa Mitchell

Warriors

Release: 14.10.2016

℗ 2016 Lisa Mitchell under exclusive licence to Play It Again Sam