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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

II

Lindstrøm & Prins Thomas

Die Sache mit dem wilden Stilmix scheint den Norwegern diesmal ein wenig aus dem Ruder gelaufen zu sein.
Geschrieben am



Hans-Peter Lindstrøm pflegt einen sehr kreativen Umgang mit dem Format "Album".


Sein letztjähriges Solodebüt setzte sich zusammen aus drei epischen Stücken, von denen alleine der Titeltrack eine Spieldauer von einer knappen halben Stunde erreichte.

Der Nachfolger des 2005 in Zusammenarbeit mit Prins Thomas eingespielten Sensationsalbums "I" besteht nun aus 99 Soundeinheiten, aus denen sich aber acht zusammenhängende Tracks herausschälen. Funktionale Discostomper sucht man auch auf dem Nachfolger vergeblich. Lindstrøm & Prins Thomas haben ein Album zusammenimprovisiert, das wieder einmal keine Grenzen kennen bzw. ziehen mag zwischen totalem Kitsch und dem, was DJ XY - nennen wir ihn Wilhelm (er heißt natürlich nicht in echt Wilhelm, sondern Helmut) - unter gutem Geschmack versteht. Neben Afrobeat- und Krautrockeinflüssen stehen Schlagerversatzstücke und Gitarrensoli; verspulte Synthieeffekte und Funkiness spielen hingegen kaum eine Rolle. Der Stilmix scheint diesmal etwas zu wild geraten. Das Resultat klingt leider eher nach Jamsession auf Sedativen als nach einem würdigen Nachfolger zum so großartigen Debüt. Schade.
Cover: Prins Thomas - Live at Robert Johnson
Prins Thomas
Live At Robert Johnson

Robert Johnson / Kompakt

Der zweite Teil der DJ-Mixcompilation-Reihe "Live At Robert Johnson" mit Prins Thomas taugt hingegen gut zum Einstimmen auf den Ausgehabend, der Norweger mixt sich gekonnt im Sinne der ursprünglichen Cosmic-DJs quer durch alle Stile, von Disco und Balearic über Postrock bis hin zu Minimal-Techno.