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Im Interview: Ms. Mystique

Lily Allen

Der Titel des zweiten Albums lässt mutmaßen, dass sich Lily Allen nach all den Boulevardstorys wünscht, dass zur Abwechslung mal nicht sie im Spotlight steht.
Geschrieben am
In diesen Tagen erscheint "It's Not Me, It's You", das zweite Album des britischen Boulevarddarlings Lily Allen. Der Titel lässt mutmaßen, dass sie sich nach all den Boulevardstorys (Stichworte: die gemeinsame Moderation des GQ-Awards mit Elton John, die in gegenseitigen Beschimpfungen endete, oder die On-and-off-Beziehung zu Ed Simons von den Chemical Brothers) wünscht, dass zur Abwechslung mal nicht sie im Spotlight steht. Sebastian Ingenhoff hakte bei der Dreiundzwanzigjährigen nach, ob dem so ist.

Was hat es mit dem Titel des neuen Albums auf sich?
Na ja, es soll eine Art Rätsel bleiben. Ich habe beschlossen, nicht groß über den Titel zu reden. Die darauf enthaltenen Songs sind sehr persönlich und offensichtlich, sie sprechen für sich. Da ist es vielleicht nicht schlecht, wenn der Albumtitel ein bisschen rätselhaft erscheint ...
[usercomment=http://www.intro.de/forum/plink/1/1233612983/1233671403]Einige Stücke sind schon recht seichtes Geplänkel. 'The Fear' ist aber eines der schönsten Elektro-Pop-Stücke der letzteren Zeit und ragt aus dem Album auch entsprechend heraus.[/usercomment]
Viele Journalisten achten mittlerweile mehr auf deine Exzesse als auf deine Musik. Du befeuerst das natürlich auch durch dein wildes Partyleben. Dieser Boulevardrummel muss doch ganz schön nerven ...
Klar nervt das. Und du kannst natürlich auch schwer beeinflussen, was die Leute über dich schreiben. Wenn ich in England auch nur das Haus verlasse, liest du, selbst wenn ich gar nicht in London gewesen bin, am nächsten Tag: "Lily was out last night and getting drunk in London." Da wird also viel Mist geschrieben. Sie benutzen zum Teil uralte Fotos von mir und machen einfach neue Storys daraus. Der Rummel hat aber auch Vorteile: Wenn ich zum Beispiel sehr betrunken bin und einen Filmriss habe, kann ich mich am nächsten Tag selbst googeln, und dann sehe ich ja anhand der kursierenden Fotos und Partyberichte, was ich wieder mit wem angerichtet habe und wer gerade sauer auf mich ist. [lacht]

Video: Lily Allen - "The Fear"



Du versuchst ja auch, dem mit deinem Blog entgegenzuwirken und die Dinge wieder gerade zu stellen ...
Das mache ich natürlich. Wenn irgendwer wieder was schreibt, das komplett gelogen ist oder das mich verärgert, ist es immer gut, diesen Kanal zu haben, um zurückzustänkern. Es gibt bestimmte Journalisten, die permanent falsche Sachen über mich verbreiten, nur, um Reaktionen zu provozieren, die das gewissermaßen schon als Selbstpromotion betreiben.



Wie viel Zeit nimmst du dir für die tägliche Internetarbeit? Allein, deine MySpace-Seite zu betreiben, muss ja ein halber Job sein ...
Das sind manchmal schon so zwei bis drei Stunden pro Tag, kommt immer drauf an. MySpace ist halt nach wie vor das erfolgreichste Promotiontool für mich und mein Projekt. Mir ist es wichtig, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen. Meine Plattenfirma hätte, glaube ich, ganz gerne die Kontrolle über meine MySpace-Seite, aber das lasse ich nicht zu. Sonst gäbe es da sofort irgendwelche bunten Leuchtreklamen. Die Leute würden da nicht mehr draufgehen. Sie würden sofort merken, dass es Fake ist.

Mehr zu Lily Allen findet sich im Modebereich.

Wir verlosen dreimal das neue Lily Allen-Album "It's Not Me, It's You", das am 06.02.2009 via EMI erscheint. Wer gewinnen will, schreibt unter Angabe seiner Anschrift eine E-Mail an verlosung@intro.de. Einsendeschluss ist der 05.02.2009.