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Beware Of The Dog

Lil Bow Wow

The return of the teen rapper. „Have you ever seen me / I represent how it’s gonna be / I’m the future / born in 1987 / party people get ready it’s the future.“ So introduct sich der really 13jährige Lil Bow Wow auf „Beware Of The Dog“ - seinem ersten Album. Damit hat er sicherlich nicht ganz unrech
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Autor: intro.de

The return of the teen rapper. „Have you ever seen me / I represent how it’s gonna be / I’m the future / born in 1987 / party people get ready it’s the future.“ So introduct sich der really 13jährige Lil Bow Wow auf „Beware Of The Dog“ - seinem ersten Album. Damit hat er sicherlich nicht ganz unrecht. Auftreten und Skillz des „Dogs“ werden den ein oder anderen volljährigen Rapper erblassen lassen. Die erste Single-Auskopplung „Bounce With Me“ belegte schließlich acht Wochen lang den ersten Platz der Rap-Charts. Ein Kind im relativ zarten Alter erzählt also, wie das so läuft, mit den Frauen („I’m the king of the klit“) und dem Leben als Player. Das klingt vielleicht absurd, aber der „Herr“ ist schon seit acht Jahren im Business. Mit fünf rappte er auf der „Chronic“-Tour an Snoops Seite, es handelt sich also fast schon um einen alten Hasen.
Hinter der ganzen Chose steckt kein Geringerer als Jermaine Dupri, auf dessen Mist einst schon das Phänomen Kriss Kross (ja, genau, die Kinder mit den falschrummen Hosen und dem Megaseller „Jump, Jump“) gewachsen ist. Durch seine eigene Biografie offensichtlich stark geprägt (er stand mit neun Jahren auf der Bühne mit Diana Ross, Whodini u. a.), weiß er, wie das ist als Kinderstar, und will anderen die Chance darauf nicht entgehen lassen. Im Kontext der afroamerikanischen Verhältnisse ist eine solche Karriere auch nicht gerade das Schlechteste. Stellt sich nur die Frage, ob Lil Bow Wows Mutter stolz auf ihren Sohn ist oder sich Sorgen um seinen Charakter macht, schließlich sind die Lyrics sozusagen semi-explicit, beispielsweise, wenn Snoop rappt: „Shoot a nice bow wow in your mouth.“ Spannend zu beobachten, was aus dem kleinen Gangster wird, wenn er nach dem Stimmbruch im Besitz der Stimme ist, die ihm ohne Frage gebührt. Ich würde hier mal behaupten, dass er schneller rappt als Busta Rhymes. Musikalisch aber ist „Beware Of The Dog“ wohl doch eher für die Kleineren.
Bleibt zu konstatieren, dass es sich um einen geschickten Schachzug J.D.s handelt, der u. a. auch schon für den Erfolg von TLC, M. Carey, Usher und Da Brat verantwortlich war, und zu hoffen, dass Lil Bow Wow nicht das gleiche Schicksal widerfährt wie Michael Jackson, der ja nach wie vor ganz offensichtlich unter den Erfolgen seiner Kindheit leidet. Beware of the dog!