×

Lieber Leser, bitte wähle deinen Ansprechpartner aus:

Fragen an die Redaktion

Werbung auf Intro.de

Werbung im Intro Magazin

Intro Abo

Fragen zum Vertrieb

×

INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Yeah Right

LIKE A TIM

Der Holländer LIKE A TIM sagt ja zu Chaos im Kinderzimmer, C-64 Teenage Riot und Techno-Künstlern in zu großen Brillen und Biene-Maja-Kostümen. Sein neues Album "Yeah Right" nimmt den Spieltrieb von Leuten wie SQUAREPUSHER, gute alte 80er-Beatbox-Sounds und eine ordentliche Portion eigener Durchgekn
Geschrieben am

Autor: intro.de

Der Holländer LIKE A TIM sagt ja zu Chaos im Kinderzimmer, C-64 Teenage Riot und Techno-Künstlern in zu großen Brillen und Biene-Maja-Kostümen. Sein neues Album "Yeah Right" nimmt den Spieltrieb von Leuten wie SQUAREPUSHER, gute alte 80er-Beatbox-Sounds und eine ordentliche Portion eigener Durchgeknalltheit, um auf über sechzig Minuten eine seltsam zerstückelte Version von Elektro-Funk zu zelebrieren, die Rätsel aufgibt. Tim Van Leijden, früher mal Dance-Produzent bei "Djax Up", befindet sich damit auf ALEC EMPIREs neuem "Geist"-Label in guten Händen. Denn auf "Yeah Right" geht es an keiner Stelle um Tanzbarkeit oder Funktionalität, sondern um die systematische Zerstörung derselben. Daß LIKE A TIM dabei sehr sorgfältig und eher Spaß-orientiert zur Sache geht, macht "Yeah Right" erheblich leichter hörbar als vieles aus dem Label-Umfeld. Nichts geht hier glatt, wenn sich selbst der Videospiel-Synthie von "Super Cooper (No Freak!)" kokett verspielt oder LIKE A TIM bei seiner Coverversion von Z.Z.TOPs "Legs" (gesungen von EC80R-Sängerin Gina D'Orion) mit schäbigem Snare-Sound und superfieser Synth-Guitar für Zahnschmerzen sorgt. "Yeah Right", immer sehr ausgeklügelt, klingt bei allem so unverkrampft unsinnig, daß es ein großer Spaß bleibt, dabei aber in keinem Moment des bloßen Effektes wegen komisch sein muß. Wer LIKE A TIM danach für irgendeinen Spinner hält, sollte sich mal die großartig verstümmelten Sounds auf "Danger Everywhere" anhören und dann sagen, ob das tatsächlich irgendwie beliebig klingt - oder nur nach komisch kaputter Musik.