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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Bonobo, Phoenix, The Kills u.v.m.

Lieblingsacts beim Melt 2017

Ein Melt-Line-up ist immer auch im Ganzen zu betrachten, als ein kuratiertes Bouquet der Möglichkeiten, in das man wild hineingreifen kann oder aus dem man sich die schönsten Blüten pickt. Dennoch braucht es jene Acts, die hervorstechen, weil man sie in großer Schrift an die Spitze der Plakate schreiben kann. Hier ein Blick auf acht jener Etablierten, auf die man sich beim Melt 2017 freuen kann.
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Die Konzerte von Breitbein-Rapper Ninja und Zombie-Lolita Yolandi Visser sind mindestens so berüchtigt und bildgewaltig wie die hirnsprengenden Videos der Südafrikaner. Am Ende schicken sie noch jeden mit einem »Banana Brain« ins Zelt. 
Es gibt nur wenig Künstler, die Melancholie tanzbar machen können. Simon Green alias Bonobo ist so einer, wie er auf seinem letzten Album »Migration« erneut bewiesen hat. Live mit Begleitband wirkt das noch eindringlicher. 
Ob die Franzosen ein neues Album im Ofen haben, ist noch nicht ganz klar. Aber selbst wenn nicht: Wie lang hat man denn bitte schön drauf warten müssen, endlich mal wieder mit Thomas Mars »If I Ever Feel Better« in eine laue Sommernacht zu singen?
Das Wort Bandchemie wird selten so greifbar wie auf einem Konzert der Kills. Wie sich Alison Mosshart und Jamie Hince die Riffs und Refrains zuwerfen, wie sie sich belauern, umgarnen, angiften und versöhnen – das hat eine Intensität, die ihresgleichen sucht. 
Die Band aus L.A. hat auf ihrem dritten Album alles anders und sehr viel richtig gemacht. Die Songs klingen tanzbarer und nicht mehr ganz so düster wie auf den Alben eins und zwei. Eine Stiländerung, wie bestellt fürs Melt. 
Die Stimme des Londoners erklang schon bei SBTRKT, Drake, Solange und Kanye West – und dennoch hinterließ sein spätes Solodebüt »Process« heruntergeklappte Kinnladen. So viel Emotion, so viel Zeitgeist, so viel Seele passt kaum auf eine Platte.
Norman Cook ist gern auf dem Melt – und beschenkt es vielleicht deshalb mit einem Set, das Geschichte feiern und schreiben wird. Sein Ritt durch 20 Jahre Techno wird es so nur hier zu hören geben.
Das Wesen mit der goldenen Vogelmaske und dem Magier-Dress lebt noch immer im Dunkeln – was zum einen die bevorzugte Arbeitszeit von Claptone meint und zum anderen Details zu Name, Geschlecht und Lieblingsessen. Was wir aber wissen: Sein House-Sound und seine Remixe machen noch immer süchtig.