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Mess

Liars

Wie schon der Vorgänger flirtet »Mess« in seinen schwächeren Momenten mit dem Electroclash. Das geht mit Blick auf die Punkwurzeln der Band zwar irgendwie, den altbackenen Beigeschmack wird man dennoch nicht ganz los. Wirklich reizvoll wird das Album aber einmal mehr in den stillen, paranoiden Momenten.
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Nanu, ein neues Album der Liars ohne 180-Grad-Kehrtwende? Pendelte das musikalische Schaffen des Artpop-Trios bislang mit jeder Veröffentlichung verlässlich wie ein Uhrwerk zwischen den Extremen, nimmt die Band mit »Mess« den Faden genau dort wieder auf, wo sie ihn nach ihrem letzten Album »WIXIW« zurückließ. Oder genauer: mitten in dem Kabel-Wirrwarr der elektronischen Klangerzeuger, die auch hier wieder maßgeblich das Klangbild prägen. Nun sind Liars sicher die letzte Band, der man eine solche Redundanz vorwerfen könnte, gelang es dem Trio doch wie kaum einer anderen Band, den stetigen Wandel nicht nur zum Programm zu erheben, sondern all die daraus resultierenden losen Enden auch versiert und künstlerisch anspruchsvoll zusammenzuführen.

Wie schon der 2012 veröffentlichte Vorgänger flirtet auch »Mess« in seinen schwächeren Momenten mit den Geistern des Electroclash. Das geht mit Blick auf die Punkwurzeln der Band zwar irgendwie auf, den altbackenen Beigeschmack wird man dennoch nicht ganz los. Wirklich reizvoll wird das Album aber einmal mehr in den stillen, paranoiden Momenten, die gänzlich auf stampfende Drumcomputer-Programmierung und sägende Monsterbässe verzichten.

 

In drei Worten: Kabel / Schweiß / Paranoia