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Let's Build A Rocket Boys!

Elbow

Ein Album wie ein Regenbogen über einer Müllhalde: Es bleibt eine Müllhalde, aber die ist so schön, wie sie nur sein kann.
Geschrieben am


»Build A Rocket Boys!« fängt fröhlich an – mit einem Trennungslied –, und dann wird’s bitter. Unterm Strich bleibt aber mitnichten ein Soundtrack zum Suizid, eher ein einziges großes Schlucken, denn selten präsentierte sich Schönheit so schwer verdaulich: Selbst wenn Elbow-Sänger Guy Garvey ein, ähm, Liebeslied für seinen Saufkumpel, den I-Am-Kloot-Bassisten Pete Jobson, singt, schwingt mehr Melancholie als Alkohol mit. Garveys Stimme ist einfach nicht für den Jubel gemacht. Und doch kann sie noch viel mehr als auf den vorangegangenen Alben: Von Kirchengesang bis Grabeshymne schafft sie locker alle Tonlagen. Zart wie eine Feder legt sie sich über Keyboards, Chor und Gitarren und ist dabei tonnenschwer mit Gefühlen gefüllt wie zehn Filme von Jane Campion. Mitunter zerdrückt sie so Keyboard-Melodien und Gitarrenakkorde. Schade eigentlich, denn die sind wieder so liebevoll arrangiert, wie man es von Elbow kennt, nur noch ein bisschen liebevoller: weniger Gitarrengrollen im Untergrund, dafür mehr Streicher, Klatschen und Chor im Vordergrund. So müssen Polyphonic Spree auf einer Gedenkfeier klingen.

In drei Worten:  BEAUTY / HEART/ POP

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