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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Purple«

Leslie Clio

Leslie Clio macht vieles anders als die meisten ihrer Kollegen und wird mit voranschreitender Karriere besser und cooler.
Geschrieben am
Noch vor zwei Jahren wirbelte Leslie Clio zu ihrem Hit »My Heart Ain’t That Broken« durch die Botanik und war niedlich bis nervig. Hier und heute scheint sie plötzlich um zehn Jahre gealtert zu sein. Ihr nach »Gladys« und »Eureka« drittes Album ist vielseitig, experimentell und ernst. Nach dem sehr poppigen Vorgänger haute Clio für ihr neues Werk nach Hawaii ab, verkaufte vorher ihren Besitz und fand sich dort wohl selbst. So abgedroschen das auch klingen mag, die Strategie scheint offenbar aufgegangen zu sein. Die Berlinerin hat plötzlich den Schneid, der ihr zuvor abging. »Purple« ist noch immer poppig und hat die souligen Nuancen, die man von Clio kennt, es ist aber weitaus breiter instrumentiert, elektronischer und viel selbstbewusster. Es gibt fett produzierte Hits (»And I’m Leaving«, »Sad Games«), düstere Klänge (»Darkness Is A Filler«), vertrackte Balladen (»Game Changer«) und zarte Nummern wie »Fragile« und »Bad Habit«. Das letztgenannte zauberhafte Duett mit Drangsal hat das Potenzial und Recht, zukünftig auf jedem Soundtrack der Welt zu landen. »Ihre ersten beiden Alben waren am besten«, wird man sich über Leslie Clio daher nie erzählen. Fick dich ins Knie, Nostalgie. 

Leslie Clio

Purple

Release: 19.05.2017

℗ 2017 Leslie Clio under exclusive license to Embassy Of Music