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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Bowery 220

LES HOMMES QUI WEAR ESPANDRILLOS

Ich kann verstehen, warum viele Leute mit dieser Platte nicht klarkommen werden. Auch ich habe sie in den letzten Wochen vor mir hergeschoben. Und dabei hat sie Don Fury in New York produziert (QUICKSAND u. a.), und dabei kann diese Band auf vier Alben zurückblicken, von denen die letzte namns "Kair
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Autor: intro.de

Ich kann verstehen, warum viele Leute mit dieser Platte nicht klarkommen werden. Auch ich habe sie in den letzten Wochen vor mir hergeschoben. Und dabei hat sie Don Fury in New York produziert (QUICKSAND u. a.), und dabei kann diese Band auf vier Alben zurückblicken, von denen die letzte namns "Kairo" vor nunmehr drei Jahren mein ausgesprochenes Wohlwollen gefunden hatte. Was ist nun an "Bowery 220" falsch gelaufen? Grundsätzlich nichts. LES HOMMES verbiegen sich immer noch nicht für den ultimativ geraden Song, den ausgesprochenen Hit. Manchmal versuchen sie es hier allerdings, und das klingt dann gezwungen und leider eher gestreckt ("Me I'm The Soap"), vielleicht war es nicht so gut, drei von diesen Versuchen an den Anfang zu stellen. Dann jedoch wird es licht, Songs wie "In A Minute" oder das wunderbar melodiöse (!) "Under My Skin" offenbaren bei aller Aggression ein wenig Schöngeistigkeit hinter den unschönen Gitarrenwänden. Hat man sich erst einmal an den recht eigenartigen Sound - sprich: megalaute BRÖTZMANN-Gitarren, bollernden, nicht definierbaren Bass (Neumusikerin Yvonne Nußbaum) und total beladene Schlagzeugteppiche -, den selbst Fury nicht glattbügeln konnte, gewöhnt, stört einen auch nicht mehr der zeitweise scheißegal erscheinende Gesang, mit dem die ESPANDRILLOS schon immer fernab aller Normen hantiert haben. Gewöhnungszeit unabdingbar und nicht ganz so klasse wie "Kairo", dennoch ist die Band wieder auf der Bildfläche - lautstark!