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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

On My Lips

Les Dickinsons

Das Konzept der drei Les Dickinsons aus München war von Beginn an nur eins: unvoreingenommene Popmusik zu machen. Große Worte. Und um es gleich vorwegzunehmen: Auf „On My Lips“ wird auf diesem Weg zu Pop kein neues Terrain beschritten, sondern eher in die inzwischen tiefen Retrostapfen der 80er-Jahr
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Das Konzept der drei Les Dickinsons aus München war von Beginn an nur eins: unvoreingenommene Popmusik zu machen. Große Worte. Und um es gleich vorwegzunehmen: Auf „On My Lips“ wird auf diesem Weg zu Pop kein neues Terrain beschritten, sondern eher in die inzwischen tiefen Retrostapfen der 80er-Jahre getreten. Die Kombination aus Synthesizer, Drumbox und Gitarre ergibt im Verlauf der 13 Titel einen Mix aus diversen Styles, spannt ein Spektrum an Referenzen von Duran Duran über Icehouse zu Talking Heads. Dumpfe, trockene Basslines und eine brüchig-verzerrte Stimme („There is nobody but me, you don’t know this, but I’ll make you see. So come on and say yes“) erinnern an den Minimalismus von Fischerspooner. Danach wird in „Subatomic“ und „Under A Wandering Star“ eine reduzierte, verfrickelte Ebene geöffnet – sowohl reserviert als auch glamourös. Verständlich, dass Queens Of Japan und Thies Mynther letzteren Titel gleich mal geremixt haben. In „Mosquito“ hingegen werden poppigere Stereo-Total-Spielarten nachempfunden. Angesichts der langen Liste derzeitiger Retro-Protagonisten wäre Voreingenommenheit nicht verwunderlich, aber „On My Lips“ ist ein starkes Debüt.