×

Lieber Leser, bitte wähle deinen Ansprechpartner aus:

Fragen an die Redaktion

Werbung auf Intro.de

Werbung im Intro Magazin

Intro Abo

Fragen zum Vertrieb

×

INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Leoniden«

Leoniden

Where is my mind? Die derzeit wohl aufregendste junge Band dieses Landes haut ihren Fans in spe einen wild gewordenen Indie-Rock-Dance-Funk-Hybriden über die Schädel.
Geschrieben am
»I got a situation«, heißt es gleich im ersten Stück »Nevermind«, »I’m living in a place that fucks me up«. Man denkt an die piefige Kleinstadt-Idyll-Hölle, aber Jakob Amr meint damit Hamburg. Nicht das Einzige, was Leoniden anders denken und machen als andere. Statt sich finster und frustriert im JuZe zu verkriechen und Hardcore zu spielen (oder Punk oder Emo), haben diese fünf Kieler einen so wild gewordenen Bastard von Sound gebastelt, dass man sie bald überall, wo es schön ist, mit offenen Armen empfangen dürfte. Punk und Emo stecken schon auch in dieser Platte, aber sie werden kongenial durch Elemente aus Soul und Funk erweitert und mit einem sagenhaft dringlichen Pop-Appeal versehen. Was ist schon ein einziges Genre, und wozu braucht man das? Viel schmeckt besser, Diggi! Filigrane Riffs à la Mars Volta finden sich genauso auf diesem Debüt wie stürmischer Dancefloor-Indie; die Referenzliste ist endlos wie obsolet. Diese Platte sprüht förmlich vor kreativer Energie und lässt in ihrer rastlosen Zappeligkeit ungefähr erahnen, wie einem diese Band live das Trommelfell über die Ohren zieht.

Leoniden

Leoniden

Release: 24.02.2017

℗ 2017 Two Peace Signs Records