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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

7 Gründe, warum das Festival 2016 wieder großartig war

Le Guess Who 2016

Utrecht im Spätherbst kann so schön sein. Besonders, wenn man neben feucht-kühlem Wetter auch noch Konzerthöhepunkte wie Wilco, Tim Hecker oder Savages zu erleben gibt. Wir haben sieben Gründe für euch, warum sich der Besuch des Le Guess Who auch 2016 wieder sehr gelohnt hat.
Geschrieben am
01 Das Line-Up
Der Blick aufs Programm sorgt auch 2016 im Vorfeld der Utrecht-Reise wieder für große Augen, derartig reich an großen und kleinen Höhepunkten ist es. Von altgedienten Headlinern wie Wilco oder Tortoise über die Szenehelden Dinosaur Jr., Deerhoof, Wooden Shjips und Tim Hecker bis zu frischen Talenten wie Girl Band oder Wand finden Freunde hochwertiger Musiken hier reichlich Gründe, um stundenlang abzutauchen.
02 Die Kuratoren
Neben dem stattlichen Hauptprogramm speist sich die Künstlerliste des Le Guess Who regelmäßig aus jenen Acts, die ebenfalls auftretende Kuratoren ausgewählt haben. 2016 fällt Wilco, Suuns, Savages und Julia Holter diese ehrenvolle Aufgabe zu. Die über die vier Tage verteilten Programmsparten sorgen für weitere Abwechslung und spannende Entdeckungen.

03 Savages
Hatte die Band bereits bei Open Airs wie dem Haldern Pop in diesem Sommer für ausgelassene Stimmung gesorgt, so untermauern sie beim Le Guess Who den Anspruch auf den Titel »beste Live-Rockband 2016«. Sängerin Jehnny Beth hat das Publikum schnell im Griff und begeistert ebenso wie der Rest der Band mit Attitüde, Stil und Bühnenpräsenz.
04 Die Stadt
Utrecht ist eine überschaubare Studentenstadt mit hübscher altstädtischer Fußgängerzone, kilometerlangen Radwegen und einer lebendigen Musikszene. Deren Vertreter kann man am Samstag und Sonntag ab dem späten Nachmittag beim kostenlosen DIY-Festival Mini Who in Bars und Shops erleben. Auch beim coolsten Kaffeeröster der Stadt, The Village Coffee & Music, gibt es begleitend zum offiziellen Festivalprogramm Bands zu gucken. Zudem findet am selben Wochenende zum 46. Mal die Mega Record Fair statt, eine der größten Plattenmärkte der Welt.

05 Let’s Eat Grandma
Das Duo aus Norwich wird in England bereits in höchsten Tönen abgefeiert und trat bei Jools Holland auf. Auch Pitchfork zeigte sich ganz angetan und spricht von einem »impressive debut« der beiden 17jährigen Musikerinnen, deren überbordender Ideenschatz von TripHop über Psychedelic Folk bis zu Sprechgesang, Kate Bush-Referenzen und Witchhouse reicht. CocoRosie scheinen denkbar als Vergleichsgröße, besonders angesichts der durchdachten Verspieltheit, mit der Rosa Walton und Jenny Hollingworth ihre Songs auf die Bühne bringen. Prädikat: besonders wertvoll. Hoffentlich kommt da in Zukunft noch viel viel mehr.
06 Die Akustik im TivoliVredenburg
Das überdimensionale Livemusik-Zentrum bildet den Dreh- und Angelpunkt des Festivals. Ignoriert man die etwas sterile Shopping Mall-Atmosphäre des recht neuen Gebäudes, so findet man hier zahlreiche Clubs und Säle mit beeindruckender Akustik, die regenfrei innerhalb weniger Gehminuten erreicht werden können. Vielleicht nicht grade Punk Rock, aber Konzertvergnügen auf hohem Niveau.

07 Preoccupations
War die Band im vergangenen Jahr noch unter dem alten Namen Viet Cong aufgetreten, so sind sie dieses Mal erneut gebucht und haben das frisch veröffentliche Album »Preoccupations« und seine tragisch-schroffen Post Punk-Hymnen dabei. Der Sound im eher betagten Liveclub De Helling stimmt, die Stagetime ist mit 1:20 Uhr bestens gewählt und das Publikum zahlreich erschienen, so wird das Konzert der Kanadier trotz einer ebenfalls am Donnerstag stattfinden zweistündigen Wilco-Show zum Highlight des Eröffnungstags.