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»Ruinism«

Lapalux

Ein Schwebezustand zwischen Wachen und Schlafen, zwischen Diesseits und Jenseits diente dem britischen Produzenten Lapalux als Inspiration für sein neues Album »Ruinism«.
Geschrieben am
Bisher galt Stuart Howard, so heißt der aus Essex stammende Produzent im bürgerlichen Leben, als einer der zugänglicheren Produzenten des von Flying Lotus geführten Labels Brainfeeder. Diese Zugänglichkeit ist nun das erste Opfer des »Ruinism« geworden. Lapalux schichtet eher assoziativ verfremdete, gepitchte Sounds, Stimmen und Samples übereinander. Alles wirkt luzid in einen nebulösen Traum gehüllt. Ganz losgelöst von allem Irdischen, taucht wie in »Falling Down« zusätzlich die elfengleiche Stimme der Isländerin JFDR auf.

Die Clubbanger oder den elektronischen Soul der Vorgänger-Alben sucht man hier fast vergebens, auch wenn Lapalux mit »Essex Is Burning« oder »Flickering« kurz durchscheinen lässt, dass er wüsste, wie das geht. Teilweise fühlt man sich wirklich etwas verloren: Wie geht das hier weiter? Wo führt es hin? Auch wenn Lapalux auf der Zielgeraden des Albums einzulenken scheint und sein hervorragendes Gespür für somnambule, verspulte Tanz-Tracks durchscheinen lässt, wirkt das Album in sich wirr, mäandert ziellos vor sich hin. Großes Talent besitzt Lapalux ohne Frage, aber etwas mehr Kohärenz hätte dem Hörer hier weitergeholfen.

Lapalux

Ruinism

Release: 30.06.2017

℗ 2017 Brainfeeder