×

Lieber Leser, bitte wähle deinen Ansprechpartner aus:

Fragen an die Redaktion

Werbung auf Intro.de

Werbung im Intro Magazin

Intro Abo

Fragen zum Vertrieb

×

INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Free Yourself Up«

Lake Street Dive

Die vier Musiker aus Boston kombinieren Retro-Soul-Pop mit klugen und selbstironischen Texten. Dieses Album führt die Tradition fort, aber es wird ernster.

Geschrieben am

Im Vergleich zu »Side Pony« aus dem Jahr 2016 ist diese Platte aufpolierter, doch der Charme funktioniert genau so gut: Lake Street Dive sind besonders großartig, weil sie ihr immenses Talent und ihre professionelle Ausbildung nicht als Aushängeschild benutzen, sondern vor allem Spaß haben. Dabei steht und fällt der gesamte Sound mit der Abrissbirnen-Stimme von Rachael Price. Der Kern des Albums ist zwar immer noch der typische Humor, wie er bei »Good Kisser« am besten herauskommt.

Doch aktuelle Politik durchzieht mehrere der Texte und zeigt, dass Lake Street Dive ein wenig von ihrem Spaß-Image wegkommen möchten: Das nachdenkliche »I Can Change« ist ein unerwarteter Genre-Wechsel und eine feinsinnige Auseinandersetzung mit Hasskultur, »Shame Shame Shame« könnte sich auf den derzeitigen US-Präsidenten beziehen. Die Platte wirkt dementsprechend ernster und persönlicher als ihre bisherigen Alben. Bei aller Seriosität ist die Kontrabassistin und Songschreiberin Bridget Kearney aber immer noch das coolste Bandmitglied, das die Popkultur momentan zu bieten hat.

Lake Street Dive

Free Yourself Up

Release: 04.05.2018

℗ 2018 Nonesuch Records Inc. for the United States and WEA International Inc. for the world outside the United States.