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Remix-Compilation gratis, Konzerte in Berlin!

Labelgeburtstag: 20 Jahre City Slang

Das Berliner Indielabel feiert: Zwanzig Jahre und immer noch topfrisch. Das können nicht viele von sich behaupten...
Geschrieben am
Zwanzig Jahre und immer noch topfrisch. Das können nicht viele von sich behaupten und daher geht City Slang 2010 auf Jubiläumstour. Erst beim Berlin Festival und dann im November mit eigenen Geburtstags-Sause. Label-Chef Christof Ellinghaus äußert sich dazu im Interview.

Beim diesjährigen Berlin Festival fand der erste Akt der Feierlichkeiten statt: Auf der exklusiven City Slang Stage performten u.a. Labelbands wie Caribou, Junip und Herman Dune und erwiesen ihrem Label damit die Ehre.
Der eigentliche Hauptakt folgt allerdings dann vom 19. - 21. November im Berliner Admiralspalast. An drei Abenden spielen hauseigene Bands mit teils exklusiven Sets auf:


19.11.2010
Get Well Soon
The Notwist (spielen "Neon Golden")
Calexico (spielen "Feast Of Wire")

20.11. 2010
Menomena
Tortoise (spielen Stücke der ersten drei Alben)
Broken Social Scene

21.11.2010
Alexi Murdoch
Yo La Tengo (spielen "a City Slang-centric set")
Lambchop (spielen "Is A Woman")

Download:
Zum zwanzigjährigen Labeljubiläum gibt es die Compilation "20 Years City Slang Remix Compilation" (u.a. mit Remixen von Caribou, Broken Social Scene und Cortney Tidwell ) hier als Gratis-Download.




Im Vorfeld zum diesjährigen Berlin Festival traf Carsten Schumacher den Gründer und Chef des Labels Christof Ellinghaus und sprach ihn auf das Jubiläum und die Beziehung zu Berlin an:

City Slang gibt es jetzt 20 Jahre lang. Touch & Go wurden ja unlängst 25 Jahre und mussten kurz drauf den Laden dicht machen. Warum kann Euch das nicht passieren?
Ha, gut formulierte Frage. Leider kann es uns passieren. Wir hangeln uns von Jahr zu Jahr. Ich kann jetzt nicht behaupten, dass wir entspannt den 25sten planen können. Ganz im Gegenteil. Gegen die Ignoranz der breiten Masse, die längst entschieden hat, dass Musik gefälligst umsonst zu ihr zu kommen hat, kommen wir nicht an und haben auch noch kein probates Mittel gefunden. So traurig das ist: die Zeiten, in denen man eine Art Boutique-Label wie das unsere betreiben kann nach der Maßgabe ‚wenige Veröffentlichungen, dafür aber qualitativ hochwertige‘, die scheinen mir langsam aber sicher vorbei zu sein.

Ist City Slang ein Berliner Label oder ein Indie Label, das zufällig in Berlin existiert und mit dieser Stadt ebenso stark interagiert wie – sagen wir – Emden und London?
Mit London interagieren wir dann doch noch ein wenig mehr als mit Emden. Aber wir sind wohl kein spezifisches Berliner Label. Dennoch, wenn wir in Emden oder sonstwo in Deutschland säßen, hätte ich kaum das Glück, solche Mitarbeiter gefunden zu haben, und der Standort wäre sicherlich nicht halb so inspirierend wie Berlin. Diese Stadt ist ja nicht nur für uns ein Glücksfall. Aber für unsere musikalische Auslesearbeit ist Berlin nicht wichtig. Wir haben mehr Bands aus Portland als aus irgendeiner anderen Stadt der Welt, mit denen wir arbeiten. Merkwürdig oder ?

Angenommen, Du wärest heute 20 Jahre jünger und City Slang gäbe es so nicht – würdest Du das Label auch in der heutigen Situation gründen?
Auf gar keinen Fall..! Vielleicht. Wahrscheinlich . Wer weiß das schon? Keine Ahnung. 



Außerdem dazu auf intro.de:
Unser deutsches Indie-Lieblingslabel wird 20 Jahre alt. Wie hat Labelmogul Christof Ellinghaus das nur geschafft? Thomas Venker hat nachgefragt. Als Bonus besprechen elf Intro-Autoren ihre Lieblingsplatte aus dem Hause City Slang.