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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Full Circle Nightmare«

Kyle Craft

Kyle Craft ist auch auf seinem zweiten Album ein unzähmbares Biest.
Geschrieben am
Der ehemalige Krokodiljäger Kyle Craft nahm nach dem Ende einer langen Beziehung in der Wäschekammer ein Energiebündel an Rockplatte alter Schule auf und sorgte damit und seiner irren Bühnenpräsenz für großes Staunen. Zwei Jahre und ein Projekt mit Coverversionen diverser Frauensongs später folgt nun das gleiche Spiel wie beim Vorgänger abzüglich der großen Trennungsschmerzen. Auch die Wäschekammer ist inzwischen ein echtes Aufnahmestudio geworden. Craft büßt dabei jedoch keinen Tropfen Herzblut ein und legt gleich los, als ob er eine ganze Bienenarmee im Höschen hätte.

Das Double-Feature »Fever Dream Girl / Full Circle Nightmare« rauscht voller Energie am Hörer vorbei, und man glaubt, hier einen jungen Mick Fleetwood mit einer deftigen Portion Rock-Rebellion zu hören. All das kratzt natürlich wieder hart an sämtlichen Genre-Grenzen und manchmal auch hart drüber, doch gerade die ungezähmte Art und die polarisierende Stimme sind Crafts Selling Point. So lacht der Songwriter, der inzwischen in Portland lebt und sich hier an Gitarre und Piano austobt, dem weichgeklopften Zeitgeist ins Gesicht. Und dank solcher Verschnaufpausen wie »Heartbreak Junky« oder »Slick & Delta Queen« geht dieser wahnsinnigen Rock-Revue tatsächlich bis zum Schluss nicht die Luft aus.

Kyle Craft

Full Circle Nightmare

Release: 02.02.2018

℗ 2018 Sub Pop Records