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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Waking On A Pretty Daze

Kurt Vile

Als Sonic Youths Kim Gordon 2010 nach ihrem derzeitigen guilty pleasure gefragt wurde, antwortete sie: Kurt Vile hören.
Geschrieben am

Autor: intro.de

Und schuldig sei sie, weil sie ihn einfach viel zu oft höre. Nun hat der sympathische Kauz mit »Waking On A Pretty Daze« ein erneut infektiöses und extrem lässiges Album herausgebracht, in dem es viele »Yeah, Yeah«-Momente gibt und einige poppige Dylan’eske Töne wie auf der eingängigen Single »Never Run Away«. Um diese zu promoten hatte er zu wenig Geld, wie er freimütig erklärt.

Deshalb drehte er kurzerhand ein Video, in dem er den folkigen Song spielt, während seine Tochter dazu mit allerlei Spielzeug in den Händen im Wohnzimmer herumläuft. So kindlich verspielt kommen dann auch die meisten Lieder des Albums daher, sie wirken wie Vile natürlich zugeflogen. Die freundliche Leichtigkeit der Songs ist jedoch nicht mit seichter Harmlosigkeit gleichzusetzen, dafür sorgen die komplexen, zum Teil ausufernden Arrangements und die klugen Texte Viles, die durch abgeklärte Zeilen wie »Makin’ music is easy / Watch me« davon überzeugen, dass hier wirklich ein müheloser Schreibprozess vonstatten ging.

In drei Worten: Folk / Familie / Freundlichkeit