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Neues Festival in England

Kurs Süd/Südwest

Ja, manchmal sind sie schon zu beneiden, unsere Freunde von der Insel. Nicht nur, dass dort hervorragende Bands wie Pilze aus dem Boden schießen, nein, von Zeit zu Zeit werden diese mit weiteren Zutaten aus der Musikwelt im Rahmen eines Festivals zu einem herrlichen Ragout verarbeitet, bei dem einem
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Ja, manchmal sind sie schon zu beneiden, unsere Freunde von der Insel. Nicht nur, dass dort hervorragende Bands wie Pilze aus dem Boden schießen, nein, von Zeit zu Zeit werden diese mit weiteren Zutaten aus der Musikwelt im Rahmen eines Festivals zu einem herrlichen Ragout verarbeitet, bei dem einem als Kontinentaleuropäer gerne einmal das Wasser im Munde zusammenläuft. Egal, ob man Pilze nun mag oder nicht.

Doch anders als beispielsweise das Reading Festival, dass hauptsächlich mit großen Namen punktet (dieses Mal unter anderem mit Muse, Franz Ferdinand, Pearl Jam, Arctic Monkeys, Flaming Lips, Kaiser Chiefs) versteht sich das im Mai in Brighton zum ersten Mal stattfindende "Barfly - The Great Escape" offenbar als das Pendant zur gerade zu Ende gegangenen South By South West Music Conference in Austin, Texas. Im Klartext heißt das nicht anderes, als dass des Nachts mit Bands aus verschiedenen Himmels- und Musikrichtungen wie zum Beispiel The Futureheads, British Sea Power, Electric Soft Parade, Figurines, Aqualung oder Clearlake gerockt wird, während dann tagsüber völlig übernächtigt getagt wird. Zum Beispiel mit Michael Eavis, dem Gründer des Glastonbury Festivals oder einem glücklichen Wirtschaftsminister, der sich ob des weltweiten Erfolges vieler britischer Bands sicher ein Loch in sein Portemonnaie freut.

Dementsprechend hoch haben sich die Veranstalter ihre Ziele gesteckt: "To bring together all the key elements of the live and recorded music industries in a way that will entertain, educate and excite all comers - from experienced industry campaigners to those who just want to experience good music", ist auf der entsprechenden Seite im Netz zu lesen. Gut möglich jedoch, dass man mit dieser Strategie Erfolg hat, schließlich wäre ein europäisches Pendant zum SXSW eine wünschenswerte Sache. Immerhin ist das seit 1987 stattfindende texanische Festival eine der wichtigsten Kontaktbörsen nicht nur der Musik-, sondern auch der unabhängigen Filmindustrie.