×

Lieber Leser, bitte wähle deinen Ansprechpartner aus:

Fragen an die Redaktion

Werbung auf Intro.de

Werbung im Intro Magazin

Intro Abo

Fragen zum Vertrieb

×

INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»The Story Of A Heart’s Decay«

Kristofer Åström

Der Americana-Folk von Ex-Fireside-Frontmann Åström wird immer klassischer und möglicherweise auch weiser, aber nicht wirklich aufregender. Eher das Gegenteil. 
Geschrieben am
Kristofer Åström ist Vater geworden. Und damit ist nicht mal sein neues Soloalbum gemeint. Nach mittlerweile acht LPs unter eigenem Namen dürfte das auch keine so schwere Geburt mehr gewesen sein: Aufgenommen wurde live, in nur sieben Tagen. Nein, der harte Rocker mit dem weichen Kern aus dem hohen Norden hat jetzt eine kleine Tochter – und die hat sein Leben verändert. Binsenweisheit? Klischee? Aber es passiert halt immer wieder. Und deswegen handelt »The Story Of A Heart’s Decay« auch davon. Bei einigen Songs auf Umwegen, bei einigen ganz direkt, wie zum Beispiel bei »A Battle (You And Me Is All We Get)«. Hier geht es darum, dass es nicht immer ganz so knuffig ist mit dem Vatersein. Natürlich auch eine Binsenweisheit, aber offenbar kann man sie nicht oft genug wiederholen. Ein anderes Beispiel ist »Holograms«, das die Unsicherheit thematisiert, die einen überfallen kann, wenn man sich plötzlich nicht mehr nur um sich selbst kümmern muss. Da ist jemand erwachsen geworden. Leider auch musikalisch. Åströms Soloplatten waren schon immer von klassischem Songwriting geprägt. Diesen Weg geht er mit dem aktuellen Album noch konsequenter weiter. Er selbst nennt Tom Petty, Fleetwood Mac, Bob Dylan und Bruce Springsteen als Referenzen. Und so klingt das auch alles solide, nach handwerklicher Qualität. Und hat schöne Momente. Aber aufregend ist natürlich anders.
-Kristofer Åström »The Story Of A Heart’s Decay« Startracks / Indigo / VÖ 12.02.16