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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Gods Of Violence«

Kreator

Seit »Violent Revolution« von 2001 bedienen Kreator wieder zuverlässig die Thrash-Metal-Sehnsüchte der Fans. Die stets unterschwellig transportierte Sozialkritik ist diesmal allerdings in besorgten Großbuchstaben zu lesen. 
Geschrieben am
Um ein neues Album zu vermarkten, wird üblicherweise eine mehr oder minder aufreibende Geschichte drum herum gestrickt, gelebte Schlüsselmomente oder ungekannte Motivationsgründe bilden den Grundstein. Kreator aus Essen, seit über 30 Jahren mit flinken Gitarrenfingern, keifenden Vocals und übermächtigem Thrash-Sound gesegnet, müssen nichts mehr erzählen oder beweisen. Dennoch fühlte sich Bandkopf Mille Petrozza dazu verpflichtet, die aktuelle Nachrichtenlage, auch die Terroranschläge von Paris, in nachdenkliche Texte rund um die Glaubensfrage zu verdichten, die das lobenswerte Rückgrat des 14. Albums bilden. Drum herum ist glücklicherweise alles in bester Ordnung: Pfeilschnelle Metalgitarren, fidele Soli, präzise Rhythmen und Petrozzas kläffendes Gesangsorgan, das in Songs wie »World War Now« oder »Satan Is Real« bezeugt, dass sich auch Metaller mit schüttelnden Haarmähnen und Pommesgabel-Ritualen mit der verändernden Gemengelage auseinandersetzen sollten.

Kreator

Gods of Violence

Release: 27.01.2017

℗ 2017 Nuclear Blast