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Korrektur nach unten

Bratze

Der präzise zweite Aufschlag auf die Linie zwischen Techno und Metal ins Feld der Verweigerung der Verweigerung der Verweigerung.
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Der präzise zweite Aufschlag auf die Linie zwischen Techno und Metal ins Feld der Verweigerung der Verweigerung der Verweigerung.

Wenn wir es uns leicht machen, ist "Korrektur nach unten" von Bratze der beinahe prototypische zweite Aufschlag eines - bei aller Härte der Etikettierung - erst mal spielerischen Projekts. Nun sitzt jede Snare an der richtigen, aber auch mal interessanten Stelle, der verzerrte Gitarrenanteil ist haushoch, trotzdem bleibt es Bewegungsmusik, in allen denkbaren Sinnen. Machen wir es uns schwer, ist "Korrektur nach unten" aber auch die Antithese zum bisherigen Werk.

Aus "Wir sind die, die durchhalten" wird "Kein Bock mich zu bewegen", die Verweigerung der Verweigerung der Verweigerung zieht sich durch das Album, in der Vehemenz und Kryptik, die den Standpunkt der Band nur noch in Andeutungen greifbar macht. Da sind keine Slogans, da bleibt nur das diffuse Gefühl, dass irgendwas nicht in Ordnung ist mit der Welt und dem Geld.

Aber warum sollte man eigentlich von zwei Hamburger Jungs erwarten, zu dieser ganzen Scheiße die letzten Wahrheiten klar auszuformulieren? Denn diese Platte wird die richtigen Menschen erreichen, bewegen und berühren. Und damit ist dann alles getan.

In drei Worten: Vehemenz / Kryptik / Techpop



[tour artist=Bratze]

Außerdem auf intro.de: Zwei Fäuste für das Halleluja - Bratze im Interview.