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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Koop Islands

Koop

Magnus Zingmark und Oscar Simonsson sind eine Klasse für sich. Das wird schon nach den ersten Takten des lang erwarteten dritten Longplayers klar. Nach „Waltz For Koop“ war man gespannt, ob die zwei Schweden ihren eingeschlagenen Weg weiterführen würden. „Jazz On!“ war damals ihr Fazit. Dass kurz da
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Magnus Zingmark und Oscar Simonsson sind eine Klasse für sich. Das wird schon nach den ersten Takten des lang erwarteten dritten Longplayers klar. Nach „Waltz For Koop“ war man gespannt, ob die zwei Schweden ihren eingeschlagenen Weg weiterführen würden. „Jazz On!“ war damals ihr Fazit. Dass kurz danach allerdings das NuJazz-Land medial abgefackelt wurde, ist auch kein Geheimnis. Doch nieder mit Worthülsen und Freiheit der Assoziation. In musikhistorischen Kontexten gibt es ja glücklicherweise – im Gegensatz zur Mode – nicht nur Trendware auf dem Markt. Jeder darf sich aus dem schier unerschöpflichen Fundus das für ihn Passende aussuchen. Koop hantieren weiterhin mit handgemachtem Jazz. Laut eigenen Aussagen haben die zwei sich auf „Koop Islands“ zu einer Art Zeitreise aufgemacht. Dabei glaubt man skandinavische Jazzgrößen vom Schlage einer Karin Krog oder gar die Enkel von Andy Williams oder Bobby Darin beim gemütlichen Crooning vor sich zu haben. Die Reise geht sogar bis zurück in die 20er-Jahre („Come To Me“ als Charleston). Chanson oder Calypso sind die anderen Komponenten, die hier von Ane Brun, Mikael Sundin, Earl Zinger und der hinreißenden Yukimi Nagano gesanglich umgesetzt werden. Für den einen mag dies unzeitgemäß oder retro wirken, für den anderen ist es eine spannende Alternative zum Status quo. Und eigentlich wäre doch längst schon wieder Zeit für ein Jazz-Revival.