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Schwarzer Planet

Klotzs

Die Wut, die in diesen Liedern lebt, schlägt nicht blind um sich, die Verweigerungshaltung, die aus den klugen Texten spricht, schreit nicht das kritische Denken nieder. Und doch bebt die Band spürbar vor zorniger Energie und gemahnt dabei in Grübelgestus und menschelnd rumpelndem Knarzsound an ganz frühe, schwerblütigere Tocotronic.
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Es ist nicht zuletzt der, nun ja, überschaubar ausgeprägten Umtriebigkeit des Siegener Duos Klotzs geschuldet, dass man mit ihrem Namen als Erstes das grandiose, unter anderem aus dem viel zu früh verstorbenen Martin Büsser und Junge von EA80 bestehende Krachkunstprojekt Pechsaftha assoziiert. An Trägheit kann solch zurückgenommenes Agieren jedenfalls nicht liegen, denn auch auf ihrer aktuellen EP beweisen Klotzs, dass phlegmatische Unaufgeregtheit nicht gleichzusetzen ist mit Kraftlosigkeit oder gar Lethargie.

Die Wut, die in diesen Liedern lebt, schlägt nicht blind um sich, die Verweigerungshaltung, die aus den klugen Texten spricht, schreit nicht das kritische Denken nieder. Und doch bebt die Band spürbar vor zorniger Energie und gemahnt dabei in Grübelgestus und menschelnd rumpelndem Knarzsound an ganz frühe, schwerblütigere Tocotronic. Knorrig, schwer und hoffentlich bald im Kreativitätsrausch. Oder zumindest auf Tour. Denn hiervon muss es einfach mehr geben.

 

In drei Worten: Grübeln / Knorrig / Schlaucore