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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»The Other«

King Tuff

Wer geliebt werden will, muss sich selbst lieben, das weiß jeder Lebensratgeber. Noch ein Argument dafür, dass man den Power-Pop von King Tuff eigentlich gar nicht hassen kann.

Geschrieben am

Dass Kyle Thomas vielleicht nicht gerade der König der Zähigkeit, aber auf jeden Fall der lässigen Scheißegal-Haltung ist, hätte er nicht noch einmal beweisen müssen. Seine ersten beiden Alben voll von sich komplett ironiefrei selbst feierndem und, mit Verlaub, geilem Power-Pop und Classic Rock tun dies bereits zur Genüge.

Und doch hält King Tuff jeglichen Erwartungshaltungen süffisant den blanken Hintern hin, wenn er »The Other« mit dem schwerflüssigen wie tieftraurigen Titeltrack beginnt, bevor er doch noch zeigt, dass auch sein Drittwerk wieder eine bunte Tüte voll LSD-versetzter Süßigkeiten ist: »Raindrop« schert sich einen feuchten Kehricht darum, seit wann Disco-Pop und Saxofone eigentlich uncool sind, und »Infinite Mile« mixt frech Power-Pop mit Western-Groove inklusive Mundharmonikasolo. Mitmischen darf dabei von Mikal Cronin bis zu Tour-Partner Ty Segall jeder Zweite, der sich schon mal beim Aufnehmen in der Garage ein Tütchen angesteckt hat. Auf den letzten drei Stücken gehen King Tuff dann zwar etwas die Ideen aus. Aber selbst wenn das jemanden an diesem Punkt noch stören sollte – Kyle Thomas wird das wahrscheinlich ziemlich egal sein: König der Lässigkeit eben.

King Tuff

The Other

Release: 13.04.2018

℗ 2018 Sub Pop Records