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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Six Feet Beneath The Moon

King Krule

Frank Ocean möchte mit ihm arbeiten, Tyler, The Creator verehrt ihn, und Willis Earl Beal nennt ihn einen seiner All-Time-Favourites.
Geschrieben am

Autor: intro.de



Die Veröffentlichung seines Debüts »Six Feet Beneath The Moon« ist das Paradebeispiel eines modernen Märchens: Archy Marshall a.k.a. King Krule gehört aber nicht erst seit gestern zu jenen desillusionierten und vor allem innovativen Londoner Jungmusikern, die die Szene auf den Kopf stellen. Schon seine früheren Aufnahmen, die er noch unter dem Pseudonym Zoo Kid veröffentlicht hatte, legten die emotionale Messlatte hoch. Zwischen Ausgelassenheit und innerer Zerrissenheit schwankend präsentiert sich auch sein Debütalbum.

Der Mix aus dominanten loungigen Jazz-Elementen, unterschwelligen elektronischen Frickeleien und pulsierenden ungleichmäßigen Beat-Konstrukten lässt Raum für die knallharte und erbarmungslose Stimme eines 19-Jährigen, der nach jahrelangem Whiskey-Konsum klingt. Stellenweise erinnert Marshalls Grundhaltung sogar an Modest Mouses Isaac Brock. Marshalls Worte scheinen so drückend und derbe aus ihm rauszukommen, dass es ihm doch wehtun muss. Stücke wie »Ocean Bed« oder »Out Getting Ribs«, die Marshall bereits auf einer EP veröffentlicht hatte, besaßen im Original zwar noch einen raueren Unterton, nichtsdestotrotz ist die erste Platte des Londoners kolossal.

In drei Worten: Hart / Erbarmungslos / Kolossal