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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Cousins«

Kim Janssen

Mit Euphorie und Emphase schmeißt sich der Holländer Kim Janssen in seine Songs, die sich wie der Soundtrack zu einer Seemannsreise mit permanentem Wellengang anhören. 
Geschrieben am
Seine Musik sei »pastoral beauty«, hieß es jüngst in einer Besprechung des diesjährigen Kim-Janssen-Auftritts beim Eurosonic Festival. Während Leisetreter wie Sufjan Stevens das Pastorale geschickt um ihre akustischen Miniaturen herum spinnen, ist die Musik des Holländers, der in Asien aufwuchs, eine anrollende Soundlawine, in deren Herz Schönheit eingebettet ist. Kurzum: »Cousins« ist ein Album, das die Faust in die Luft recken lässt und durch seine ungemeine Emphase mitreißen kann. Natürlich klingt das dahingehend übertrieben, dass hier jemand unbedingt gehört werden will. Dieser Ehrgeiz verleiht »Cousins« eine raumgreifende Autorität, die den Songs nicht immer zuträglich ist. So kann die Platte herausfordernd sein, denn in dem Dickicht des hermetisch dichten Sounddesigns sind nicht nur gute Songideen versteckt. Gegen Ende aber holt Janssen auch mal tief Luft und legt den Blick frei auf seinen Bariton, der in Songs wie »Bottle Rockets« in Sachen Intensität und Wirkungsgrad durchaus mit Bands wie The National mithalten kann.

Kim Janssen

Cousins

Release: 31.03.2017

℗ 2017 Popup-records