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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Knocking On Your Brain

Kevin Coyne

Der Mann, dessen Back-Katalog umfangreicher ist als manche Plattensammlung, legt zwei weitere Briketts nach - in Form eines neuen Doppelalbums. Brikett deshalb, weil das Ganze - wie überhaupt das Oeuvre des Meisters - sperrig und zunächst schwer verdaulich, auf Dauer aber zuverlässig und für lange Z
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Autor: intro.de

Der Mann, dessen Back-Katalog umfangreicher ist als manche Plattensammlung, legt zwei weitere Briketts nach - in Form eines neuen Doppelalbums. Brikett deshalb, weil das Ganze - wie überhaupt das Oeuvre des Meisters - sperrig und zunächst schwer verdaulich, auf Dauer aber zuverlässig und für lange Zeit (Herz-) erwärmend daherkommt. Die Stücke des neuen Werkes entstanden unter Mitwirkung von u. a. TOM LIWA in lockerer Jam-Atmosphäre im Studio. Nicht daß COYNE jemals ein musikalischer Perfektionist gewesen wäre, aber daß sich selbst aus einem eher planlosen Ansatz noch ein geschlossenes Ganzes entwickelt, spricht ja wohl für sich. Mit seiner typisch nuschelnden Quengelstimme singt sich COYNE seine kleinen und immens witzigen Beziehungskisten und Außenseiterstories vom Leibe, daß es eine wahre Freude ist. Die Musik seiner Kumpanen versucht dies adäquat zu untermalen, was meistens auch gelingt. Von einigen allzu elitären (oder schlicht konfusen) Experimenten abgesehen, funktioniert die sympathisch spröde, zuweilen holprige Mixtur aus Rock-, Blues-, Funk-, Reggae- und Folk-Versatzstückchen als kongenialer Soundtrack für COYNEs Kleinkunst. COYNE ist und bleibt ein Künstler, der sich Konventionen verweigert, ständig nach neuen Ausdrucksformen sucht; er wird deshalb nie den ihm eigentlich zustehenden Erfolg ernten und muß schon alleine deshalb jedwede Unterstützung erfahren, die irgend möglich ist.