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»Cut 4 Me«

Kelela

Kelela galt anno 2013 als Postergirl des Future Soul. Dass sie das immer noch ist, beweisen die Remixe auf dem Re-Release ihres ersten Mixtapes.
Geschrieben am

Autor: Jan Wehn

Musikjournalisten sind immer ganz vorne mit dabei, wenn es um die Einführung neuer Genre-Bezeichnungen geht. In den letzten Jahren machte darin vor allem der Begriff »Future Soul« die Runde. Gemeint waren Acts wie The Weeknd oder auch FKA Twigs, die düstere Electronica mit ätherischem Gesang vermengten. An den Rändern flirteten Künstler wie Drake oder Lorde mit der urbanen, scheinbaren Zukunftsmusik und ebneten den Weg für Produzenten wie Sampha oder Arca. Damals ebenfalls am Start: Kelela, die sich für ihr Mixtape »Cut 4 Me« Beats von Produzenten der Labels Night Slugs und Fade To Mind schnappte und die bisweilen sperrigen Instrumentals mit ihrem elfengleichen Gesang vereinte.

Auch auf dem Re-Release dieser Platte kann man Kelela ganz wunderbar dabei zuhören, wie sich ihre Stimme in die ursprünglich als eigenständige Songs gedachten Sounds von Girl Unit, Bok Bok, Nguzunguzu und Jam City aus dem Jahr 2013 hineinbohrt. Im Hinblick auf den aktuellen Stand in Sachen Future Soul haben die Tracks allerdings etwas an Strahlkraft verloren, weshalb insbesondere die zweite Seite der Neuauflage interessant ist. Für die haben eben genannte Produzenten die Vocals des Erstlings nochmals neu interpretiert. Girl Unit und Nguzunguzu machen aus dem bombastischen Original von »Send Me Out« einmal Club-Futter und einmal Schlafzimmer-Soul, während Jam City das nervöse »Keep It Cool« mit smoothen Synthies im Zaum hält. Allein für diese zeitgemäßen Updates lohnt sich diese Wiederveröffentlichung schon.
– Kelela »Cut 4 Me« (Fade To Mind / Rough Trade / VÖ 10.04.15)

Kelela

Cut 4 Me (Deluxe)

Release: 06.04.2015

℗ 2015 Fade to Mind