×

Lieber Leser, bitte wähle deinen Ansprechpartner aus:

Fragen an die Redaktion

Werbung auf Intro.de

Werbung im Intro Magazin

Intro Abo

Fragen zum Vertrieb

×

INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Keine Polizei«: Kommissar Zufall

So war der Tatort gestern

Wir blicken zurück auf den gestrigen Krimiabend: Peter Flore widmet sich montags immer dem neuesten »Tatort«.
Geschrieben am

Annemie Hülchrath hat alles gesehen, von ihrem kleinen Balkon über dem Klingelpützpark: Ein Rentner wurde niedergeschlagen und starb offensichtlich an den Folgen, die mit Blättern überdeckte Leiche haben zwei unter technoider Musik agierende Parcoursläufer (um 20:16 Uhr hat das jüngere Publikum noch nicht umgeschaltet) gefunden. Um die Leiche geht es im Kölner »Tatort« »Keine Polizei« aber gar nicht, sondern um Entführung - die Verbindung allerdings ist einigermaßen hanebüchen.

Weil die Zeugin beobachtet haben will, wie jemand verschleppt wurde - und weil Freddy Schenk mysteriöserweise in der Lage ist, Verbindungen zu alten Fällen, über die er mal in der Zeitung gelesen hat herzustellen, befinden wir uns alsbald in einem abenteuerlich konstruierten Entführungsfall. Will der Vater des entführten Daniel Wächter (Thomas Heinze) evtl. gar nicht zahlen, weil er parallel an seiner ebenfalls kostspieligen Scheidung arbeitet? Was wissen der vor Jahren ebenfalls entführte Elmar Thom (Oliver Bröcker) und seine Frau (Schauspielerin Katharina Wackernagel offenbar auf Fronturlaub zwischen zwei Sat.1-Film-Film-Events)? Und war da auf dem mitgeschnittenen Entführeranruf von anno dazumal nicht ein Trecker zu hören? Zusammen mit Stelzbock Ballauf, dem so langsam die Zeit davonläuft, um die Polizeipsychologin Lydia Rosenberg endlich für immer flachzulegen, und Kommissar Zufall ermittelt Schenk mit einer Art Shining: Er sieht Dinge, die gar nicht da sind. Eine Fischerhütte z.B., von der nie die Rede war und an der just zum Zeitpunkt der ersten Einblendung ein Trecker vorbeifährt. Wie damals auf dem Tonband!
[usercomment=http://www.intro.de/forum/plink/3/1075711636/1326087486]Ach, ich kann Köln mittlerweile kaum noch ertragen. Max & Freddy sind doch echt Witzfiguren.[/usercomment]
Nun ist hanebüchen konstruiert immer noch besser als gar keine Mühe gegeben, insofern muss man also beim gestrigen Kölner »Tatort« schon fast dankbar sein, denn »Keine Polizei« ist trotz offensichtlicher und fast schon fest verbuchter Mängel immer noch ein ganz okayer Krimi. Was ihn nun aber auch nicht entscheidend von z.B. »TKKG« abhebt.

Das war super: Der Hausmeister hieß Kaczmarek.
Das war mies: »Ich krieg' keine Luft.« - »Sie müssen ganz tief atmen.« Polizeipsychologie 1.0

Nächsten Sonntag (15.01.) riskiert Eva Saalfeld dann im Leipziger Tatort »Todesbilder« wieder eine dicke Lippe.

Den aktuellen »Tatort« kann man noch bis nächsten Sonntag in der ARD Mediathek anschauen, aus Jugendschutzgründen allerdings nur zwischen 20 und 6 Uhr.

»Will denn niemand was zum gestrigen Tatort schreiben?«:
Im Forum diskutieren Intro-User über vergangene und aktuelle Tatorte.

Alle Texte zum Thema »So war der Tatort gestern« unter
www.intro.de/spezial/sowardertatort.