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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Gut und dir«

Keele

Schon der Albumtitel von Keeles Debüt lässt vermuten, in welche Richtung sie mit ihrem Indie-Punk wollen. »Gut und dir« gefällt uns trotzdem gut. Und dir?
Geschrieben am
Die Platte nach nichtssagenden Floskeln zu benennen – das kennt man ja schon seit »Eigentlich« und »Irgendwie« von Love A, mit denen sich die Hamburger Keele (benannt nach einer Straße in Toronto) dann auch konsequenterweise auf deren nächster Tour die Bühne teilen werden. Und obwohl es Keele im Gegensatz zu jenen erfreulicherweise schaffen, auf ihrem Debütalbum nicht das Intro zu beleidigen, erinnern manch andere Stilmittel (nicht nur) an die Trierer: die Texte zwischen zynischer Rückschau und bissiger Kritik, oft aus der dem Genre fast schon typischen Du-Perspektive erzählt. Oder die nicht immer vollkommen gelungenen Wortspiele (»Nach der Ebbe kommt die Wut«). Nur ganz so kratzig wie viele der Kollegen sind Keele dann doch nicht – dazu sind die Songstrukturen zu sehr an poppigere Landsleute wie Herrenmagazin angelehnt. Gefälligkeit und Eingängigkeit sind aber nicht die schlechtesten Eigenschaften – und dass auf »Gut und dir« kein richtiger Ausreißer dabei ist, entschuldigt dann auch wieder dafür, dass die Anzahl der Songs mit Mixtape-Potenzial auch nicht wirklich größer ist. 

Keele

Gut und dir

Release: 28.04.2017

℗ 2017 Rookie Records