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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

The Empty Hall Sessions

Kava

& Friedrich Liechtenstein Please Have A Look From Above Beide Fabrique / Soul Seduction Die wackeren Jungs von Fabrique Records aus Wien versuchen seit geraumer Zeit, die gängigen Klischees tunlichst und auch gekonnt zu vermeiden. Paloma, Mauracher, die Labelsampler - das hat eigentlich imm
Geschrieben am

&
Friedrich Liechtenstein
Please Have A Look From Above
Beide Fabrique / Soul Seduction

Die wackeren Jungs von Fabrique Records aus Wien versuchen seit geraumer Zeit, die gängigen Klischees tunlichst und auch gekonnt zu vermeiden. Paloma, Mauracher, die Labelsampler – das hat eigentlich immer geklappt. Elektronik auf internationalem Standard sowie mit einem Twist Richtung Ecken und Kanten, bloß nicht zu brav. Und jetzt das. Herr Kava, ein junger, dreadgelockter Herr, baut knackige Backings, die den Freestyle-Floor füllen (sollen). Das macht er gut, alles klingt frisch und forsch, aber halt auch ein bisschen zu keimfrei und uneigen. Und wieder mal wird obendrein klar, dass insbesondere Stimmen halt Geschmackssache sind: Die Sängerin, die Kavas Debütalbum zum Großteil besingt, hat nicht genug eigenes Format, um komplett zu überzeugen. Zurück bleibt ein leicht schales Gefühl von latenter Unzufriedenheit nach dem Anhören. Was war daran nun besonders? It’s eben the song and nicht unbedingt the singer. Das trifft auch auf Herrn Liechtenstein zu, einen altersweisen Schauspieler und Lebemann aus der Donaustadt. Der hat sich von einem Team aus Fabrique-Producern 13 Tracks basteln lassen, auf denen er in sonorem Sprechgesang (mal Deutsch, mal Englisch) sein slickes Dandytum auslebt. Natürlich denkt man bei so einer Kombination unweigerlich an Louie Austen und dessen höchst erfolgreichen Flirt mit Pulsingers Cheap Recordings. Liechtenstein allerdings leidet unter dem gleichen Problem wie der gut 30 Jahre jüngere Kollege Kava – schlecht ist das nicht, aber prägnant und unverkennbar geht anders. Schade.