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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Teenage Dream

Katy Perry

Küssende Frauen als schlüpfriges Trademark für Fastfood-Hörer und alte geile Säcke. Beide Zielgruppen werden gut bedient, der Rest dagegen komplett ausgespart.
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Küssende Frauen als schlüpfriges Trademark für Fastfood-Hörer und alte geile Säcke. Beide Zielgruppen werden gut bedient, der Rest dagegen komplett ausgespart.

Katy Perry ist keine Musikerin. Dieser Schluss ist keiner Musikmagazin-Arroganz gegenüber schnöden Mainstream-Acts geschuldet, sondern der Folgerung auf die Google-Treffer zu der Amerikanerin mit Hang zum Britischen. Millionen Treffer zu Diebstählen von Hotelhandtüchern, tausend News über mögliche Nacktfotos. Bloß zur Musik findet sich nichts. Warum aber auch? „Teenage Dream“, die zweite Platte, liefert beängstigend einfallslos Popstangenware, die nie und nimmer mehr an die catchy Zufallserfolge von „Kissed A Girl“ oder „Hot N Cold“ werden anknüpfen können.

Dabei ächzt auf diesem Album schon das stumpfe Bemühen, aus dem Celeb-Goldesel noch bisschen was auch in music rauszupoppen. Mühen, die aber letztlich nur darin gipfeln, erneut keine wirklich coolen Girl-Empowerment-Texte abzuliefern – wie zum Beispiel Pink es immer mal wieder draufhat. Katy Perrys Pop bleibt dagegen ärgerlicher Pin-up, in dem Jungs angeschmachtet werden und bei dem auch im neuen Video erneut girl-on-girl-action zu bewundern ist. Küssende Frauen als schlüpfriges Trademark für Fastfood-Hörer und alte geile Säcke (nicht umsonst hieß ihr Debüt „On For The Boys“). Beide Zielgruppen werden gut bedient, der Rest dagegen komplett ausgespart. Auch schon fast eine Kunst. Fast!

In drei Worten: Stange / Pin-up / Pop