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»Heaven & Earth«

Kamasi Washington

Kamasi Washington hält sich nicht lange auf: Der Nachfolger zu seiner gefeierten Debüt-LP »The Epic« kommt direkt als Konzept-Doppelalbum und wirft sich riskant früh in die große Pose.

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Der Jazz-Saxofonist Kamasi Washington hat keine Lust, als reine Nachgeburt der großen Vorreiter zu fungieren. Wenn im Rock schon alle auf der postmodernen Retro-Welle surfen und Wynton Marsalis im Jazz mit seiner Restauration eines wie auch immer gearteten klassischen Stils Ähnliches versucht, geht Washington lieber die Hybris dieses Genres in den 1960ern und 1970ern an. Dazu gehört auch, schon sein zweites Album zu einem Konzept-Doppelalbum zu machen. Warum auch nicht – der Jazz von Kamasi setzt auf Fusion-Sounds, Chöre zwischen Ben Hur und Psychedelic und natürlich auf weit rausschwimmende Soli. Manchmal wirkt er, als hätten sich Jimi Tenor und Miles Davis getroffen, inspiriert und gegenseitig immer wieder eingefangen. Wie bei Kendrick Lamars »To Pimp A Butterfly« (auf dem Washington ebenfalls zu hören ist) geht es nicht um Anbiederung an aktuelle Trends und Sounds, sondern darum, einen heute als klassisch geltenden Sound so episch und selbstbewusst wie möglich in Szene zu setzen. »Wir sind gleichzeitig die Schöpfer unseres persönlichen Universums und die Schöpfungen unseres persönlichen Universums«, meint Washington zur Erklärung seines Zweiteilers, darüber hinaus aber auch seines musikalischen Ansatzes. Wozu also warten, bevor man sich in Pose schmeißt?

Kamasi Washington

Heaven and Earth

Release: 22.06.2018

℗ 2018 Young Turks Recordings

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