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Haus der Jugend

Kajak

Achtung, Erkenntniszuwachs: Wir leben in einer hektischen Zeit. Von A nach B will jeder und zwar dauernd, und das auch noch so schnell wie möglich – auf dem Rücken modernster Technik. Und dafür gibt es immer auch einen Soundtrack. Zum Beispiel diesen. Der Soundtrack für den urbanen Modernisten
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Achtung, Erkenntniszuwachs: Wir leben in einer hektischen Zeit. Von A nach B will jeder und zwar dauernd, und das auch noch so schnell wie möglich – auf dem Rücken modernster Technik. Und dafür gibt es immer auch einen Soundtrack. Zum Beispiel diesen. Der Soundtrack für den urbanen Modernisten und sein ganzes Leben. Hektisch, schnell und eben elektronisch. „Haus der Jugend“ heißt das hier und hält zum Glück genau das nicht, was der Titel verspricht. Denn denkt man an Bands, die in so was wie dem örtlichen „Haus der Jugend“ auftraten, so fallen einem unsensible Knüppelpunkbands ein, oder auch Metal- oder Sonstwas-Core. Aber was Matthias Rothaug und Andreas Reth hier vorlegen, hat damit wenig zu tun. Eher muss man an das letzte Werk der Sterne denken: "Wo ist hier". Und tatsächlich, sieht man die Platte sich mal genauer an, so entdeckt man es: "Aufgenommen von Frank Spilker". Und auch, wenn die Stimme von Rothaug sich doch sehr unterscheidet von der Spilkers, so sind es doch die Phrasierung und der Tonfall, die in eigenen Referenzhölle nach den Sternen greifen. Dazu: Keine verschachtelten Texte, bloß manchmal kommt das doch alles verdammt zu hektisch daher - und daher sind es gerade die Stücke, bei denen ein Countrypicking einsetzt und über Menschen gesungen wird, denen die „Landluft“ nicht gut tut, die am Schönsten daherkommen. Und in den Pausen, den ruhigen Minuten, den Zwischentönen entdeckt man große Momente. So groß geschrieben wie POP.