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Atlantis – Hymns For Disco

K-Os

Der Künstler, der über die Schattenseiten des Ruhms reflektiert, über die Oberflächlichkeiten im Showbiz klagt, den falschen Beifall von falscher Seite moniert, ach ja. Was gibt es Öderes? K-Os ist in seinem Heimatland Kanada eine große Nummer, er wurde vor allem für sein letztes Album „Joyful Rebel
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Der Künstler, der über die Schattenseiten des Ruhms reflektiert, über die Oberflächlichkeiten im Showbiz klagt, den falschen Beifall von falscher Seite moniert, ach ja. Was gibt es Öderes? K-Os ist in seinem Heimatland Kanada eine große Nummer, er wurde vor allem für sein letztes Album „Joyful Rebellion“ mit Preisen überhäuft. Was sogar zu Erfolgen in den USA führte – nach wie vor keine Selbstverständlichkeit, besonders im HipHop-Geschäft. Nun also die Nach-dem-Durchbruch-Platte, auf der Kevin Brereton mit seinem Ruhm hadert. Möglich wäre eine musikalische Kehrtwendung gewesen, ein probates Mittel, um falsche Zuschreibungen zu umgehen. K-Os hingegen bleibt seiner Linie und seinem sehr eklektischen HipHop-Ansatz treu: Oldschool-Raps, verhallter Reggae, sanfter 60er-Soul, auch die hier und da rockige Gitarre. Auffällig oft bezieht er sich dabei auf die Traditionen: ein klassischer James-Brown-Break hier, zitierte Rakim-Texte da, Erinnerungen an Bob Marleys Gesangsführung. Ein gut gemachtes Sammelsurium, zugegeben. In den schlimmsten Momenten aber auch reichlich beliebig, ohne einen erkennbaren Standpunkt. Der Name K-Os steht ja nach eigenen Angaben auch für „Knowledge of Self“, seine Suche scheint noch nicht abgeschlossen zu sein.